Effizientere Motoren und noch mehr Elektronik: Audi macht seinen A8 fit

Audi hat effizientere Motoren für den A8 entwickelt, wie für den 4.0 TSFI mit Zylinderabschaltung. (Foto: Audi)
Audi hat effizientere Motoren für den A8 entwickelt, wie den 4.0 TSFI mit Zylinderabschaltung. (Foto: Audi)

Effizientere Motoren und neue Fahrerassistenzsysteme sind die wichtigsten Punkte  bei der Überarbeitung des Audi A8, der im September auf der Frankfurter IAA seine Publikumspremiere feiern wird. Bei den Händlern steht  der Audi A8 dann von November ab 74 500 Euro (3.0 TDI). Schließlich gilt es, im Wettbewerb mit dem BMW Siebener und dem brandneuen Mercedes S-Klasse keinen Boden zu verlieren. Der ganz neue A8 ist erst für das Jahr 2016 geplant.

Vier Otto- und  zwei Dieselmotoren, die allesamt die Euro 6-Abgasnorm unterschreiten, bietet Audi in Deutschland an. Überarbeitet wurden der 3.0 TFSI, nun mit 228 kW/310 PS und der 4.0 TFSI mit Zylinderabschaltung und 320 kW/435 PS. Bei den Dieseln steigt die Leistung beim 3.0 TDI auf 190 kW/258 PS, beim 4.2 TDI auf 283 kW/385 PS. Letzterer lässt die Muskeln von 850 Nm maximalen Drehmoments spielen.

Der W-Zwölfzylindermotor bleibt bei 368 kW/500 PS, der S8 bei 382 kW/520 PS und die Hybridversion bei 180 kW/245 PS. Audi gibt an, durch Minderung die motorinterne Reibung optimiert zu haben. Dabei soll eine Verringerung der Verbrauchsmittelwerte um etwa zehn Prozent erreicht worden sein. So verbraucht ein A8 3.0 TDI nun 5,9 Liter Liter auf 100 km, und sogar der Zwölfzylinder darf mit 11,7 Liter durchaus als effizient gelten. In alle A8 wird ein  achtstufiges Automatikgetriebe mit tiptronic eingebaut.

Die Fahrer- Assistenzsysteme werden um einen aktiven Spurhalteassistenten und einen Parkassistenten mit Umgebungsanzeigen ergänzt.  Der Nachtsichtassistent kann nun nicht nur Fußgängern, sondern auch größere Wildtiere wahrnehmen.

Auf die neuen Scheinwerfer des A8/S8 ist Audi besonders stolz. Die LED-Lampen liefern die Bayern auf Wunsch mit Matrix-Technologie. Sie korrespondiert mit Daten aus dem Navigationssystem.  Tagfahrlicht mit neuer Optik, „intelligentes“ Kurvenlicht und ein Blinklicht mit laufender Anzeige in Abbiegerichtung. Das Fernlicht ist in je 25 einzelne Leuchtdioden geteilt, die sich je nach Verkehrssituation und Gegenverkehr einzeln zuschalten oder herunterregeln. Der Fahrer muss also im Prinzip überland das Fernlicht nur einmal einschalten, den Rest regelt die Elektronik.

Komfort pur herrscht auf den Sitzen: Vorne reicht die Options-Palette bis zur Belüftung und zur Massage. Für den Fond werden zwei elektrisch einstellbare Einzelsitze und ein  Ruhesitz mit elektrisch verstellbarer Unterschenkelstütze optional angeboten.

Karosserieänderungen spielten bei der Renovierung eine untergeordnete Rolle. Weitere Variationen des hinreichend bekannten Audi-Themas erschließen sich nur dem Vexierbild geübten Betrachter an Motorhaube, Kühlergrill und Stoßfängern. Die Heckleuchten sind nun flacher, die Auspuffendrohre rautenförmig. Weitere Details: glänzend schwarze Fensterrahmen und neue Chromleisten.

Neu auf der Optionsliste für den Audi A8 sind ein Head-Up-Display, das die Instumentenanzeigen in die Frontscheibe spiegelt. Optionale Sonderräder bestehen aus Aluminium-Trägerfelgen in 20 oder 21 Zoll und eröffnen den Audi-Designern mithilfe von Kunststoff-Designelementen neue Möglichkeiten, ihre Kreativität zu entfalten.

Über Bernd Buchhagen 54 Artikel

Bernd Buchhagen arbeitet seit 1984 als Motorjournalist, Manager und Kommunikationsberater.

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