Späte Wertschätzung brasilianischer DKW-Modelle

Audi Tradition bringt mit DKW Belcar und Fissore brasilianisches Flair nach Ingolstadt
Der DKW Belcar (links) und der DKW Fissore entstanden in den 1960er Jahren nur in den brasilianischen Vemag-Werken (Foto: Audi)

Der Auto Union Veteranen Club (AUVC)  veranstaltet auf Einladung von Audi Tradition sein 40. Internationales Jahrestreffen. Mehr als 300 Autos und Motorräder mit den Vier Ringen präsentieren sich vom 2. bis 4. August am Ingolstädter Volksfestplatz. Bis Ende der fünfziger Jahre standen dort die Fertigungsanlagen der Auto Union GmbH, in denen Mopeds, Roller, Motorräder, DKW-Schnelllaster und DKW Munga Geländewagen gebaut wurden.

Audi Tradition nutzt diese Gelegenheit und zeigt erstmals  in Europa auf öffentlicher Bühne zwei endemische, brasilianische Modelle aus den Vemag-Werken bei São Paulo: DKW Belcar (von 1967) und DKW Fissore (aus 1966), Neuzugänge aus der Historischen Sammlung der Ingolstädter im museum mobile. Die Vemag (Veículos e Máquinas Agrícolas S/A) war bis zur Kooperation mit DKW in 1956 Importeur für amerikanische Studebaker-Straßenkreuzer und schwedische Scania-Vabis-Nutzfahrzeuge. Sie baute die Sonderklasse nur viertürig mit geänderter Frontpartie als „Belcar“ und ließ beim italienischen Designer Fissore ein gleichnamiges, eigenständiges Modell zeichnen. Der Geländewagen DKW Munga nahm in Südamerika die holprigen Wege als „Candango“ unter die Räder.

Über Bernd Buchhagen 54 Artikel
Bernd Buchhagen arbeitet seit 1984 als Motorjournalist, Manager und Kommunikationsberater.
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