Forza Alfa Romeo: Der 4C wird Wahrheit.

Alfa Romeo 4c
Alfa Romeo 4c

Endlich! Zwei Jahre nach der Studie zeigt Alfa Romeo dem Publikum ab dem 7. März auf dem 83. Genfer Automobil-Salon als Weltpremiere die Serienversion des neuen 4C. Darauf haben viele Fans der Marke gewartet. Es schwingt ein Hauch von Lotus mit bei der sportlichen Neuheit aus Italien, sowohl formal als auch technisch: Der kompakte Wagen wird relativ wenig Gewicht auf die Waage bringen. Zwischen der Euphorie des folgenden Informationstextes aus dem Hause Alfa Romeo sind einige Fakten zu finden.

Genf 2011: Da wurde uns schon der Mund wässrig gemacht mit dieser Studie.
Genf 2011: Da wurde uns schon der Mund wässrig gemacht mit dieser Studie.

So heißt es seitens des Herstellers: „Das zweisitzige Coupé mit Heckantrieb und Mittelmotor verkörpert die unverfälschte DNA eines Sportwagens der Mailänder Traditionsmarke: Performance, italienisches Stilempfinden und hohe technische Kompetenz bieten maximales Fahrvergnügen bei zugleich höchster Sicherheit.

Der im hauseigenen Centro Stile Alfa Romeo gezeichnete 4C wird im Maserati-Werk Modena gebaut; er kommt noch im Laufe des Jahres 2013 auf den Markt. Zugleich markiert der 4C das Comeback von Alfa Romeo in den USA – das Debüt dort ist zugleich Startschuss für Alfa Romeos globalen Wachstumsplan.

Die Bezeichnung 4C liefert einen direkten Hinweis auf die glorreiche Historie der Marke und transportiert die technologischen und emotionalen Werte von einst in die Zukunft. Vor allem knüpft das Kürzel an die sportliche Tradition Alfa Romeos an: Schon die auf und abseits der Rennstrecke erfolgreichen 6C- und 8C-Modelle der 30er und 40er Jahre zielten in ihrer Konstruktion auf das Leistungsgewicht eines authentischen Supersportwagens – sprich einen Wert von unter 4 kg/PS. Daher konzentrierten sich die Ingenieure nicht allein auf die maximale Leistung, sondern achteten auch immer auf konstruktiven Leichtbau.

Erkennbar nah an der Studie von 2011: Alfa Romeo 4C im Serienoutfit. Foto: Alfa Romeo.
Erkennbar nah an der Studie von 2011: Alfa Romeo 4C im Serienoutfit. Foto: Alfa Romeo.

Diesem Credo bleibt auch der neue 4C („C“ für „Cilindri“ = Zylinder) treu. Um diesen Wert zu erreichen, setzt Alfa Romeo beim 4C auf Technologien und Materialien, die teils schon in Supersportwagen wie dem Alfa Romeo 8C Competizione zum Einsatz kamen. Dazu zählt neben Kohlefaser auch Aluminium – ein Material-Mix, der in Kombination mit Heckantrieb und Technologien aus existierenden Alfa Romeo Modellen dem sportlichen Anstrich des neuen 4C zusätzlichen Glanz verleiht. Der neue 1750 Turbobenziner in Vollaluminium-Bauweise, das ausgefeilte automatisierte Alfa TCT-Getriebe (mit doppelter Trockenkupplung) und ein zusätzlicher „Race“-Modus für das Fahrdynamikprogramm Alfa D.N.A. steigern das dynamische Potenzial des 4C weiter.

Der im Alfa Romeo Centro Stile gezeichnete 4C schlägt eine direkte Brücke zu ikonischen Alfa Romeo-Modellen, die eindeutige Spuren in der Geschichte der Marke hinterlassen haben. In Bezug auf die Abmessungen und das Gesamtkonzept gleicht er vor allem einem Modell: dem Alfa Romeo 33 Stradale. Ein Auto, das extreme mechanische und funktionale Lösungen mit einem Design vereinte und das Motor und Chassis mit einem unverwechselbaren Alfa Romeo-„Kleid“ überzog. Der neue 4C setzt genau dort neu an. Und vollendet die zuvor vom 8C Competizione fortgeführte Entwicklung, indem er drei Kernwerte der Marke nochmals betont: kompakte Größe, Dynamik und Agilität.

Eine schnörkellose Formensprache und authentische Materialien kennzeichnen auch den Innenraum des Alfa Romeo 4C. Er zielt in allen Details auf maximalen Fahrspaß für den Fahrer. Deutlich sichtbar: die unverkleideten Partien des Kohlefaser-Chassis. Sie unterstreichen dessen Funktion als schützende Überlebenszelle und betonen das sowohl sehr leichte wie hochfeste „Gerüst“ des 4C.

Die kompakten Maße des mit zwei eng anliegenden Schalensitzen bestückten 4C machen ihn auch im Konkurrenzumfeld einzigartig: Er ist unter vier Meter lang, zwei Meter breit, 118 Zentimeter hoch und hat einen Radstand von knapp unter 2,4 Meter. Diese Abmessungen lassen seine Agilität schon erahnen.

Alfa Romeo 4C in der Rückansicht. Foto: Alfa Romeo.
Alfa Romeo 4C in der Rückansicht. Foto: Alfa Romeo.

Dank der exzellenten Arbeit der Designer glänzt die Karosserie des neuen Alfa Romeo 4C mit hoher aerodynamischer Effizienz. Konkret: Sie erzeugt – ähnlich wie bei Rennwagen – einen deutlich spürbaren Abtrieb. Speziell bei hohen Geschwindigkeiten verhilft die „downforce“ dem Fahrzeug zu einem Plus an Richtungsstabilität.

Der Alfa Romeo 4C wird von der Evolutionsstufe eines im Alfa Romeo Giulietta QV eingesetzten Turbomotors angetrieben. Der aufgeladene Vierzylinderbenziner schöpft seine Kraft aus dem für Alfa Romeo traditionsreichen Hubraum von 1750 Kubikzentimetern. Er wurde mit Blick auf den Einsatz im neuen 4C sowohl auf der Ein- wie Auslassseite nochmals gründlich optimiert, um so den sportlichen Charakter zu verstärken. Der Aluminium-Motorblock, die Direkteinspritzung, die doppelte Phasenverstellung der beiden obenliegenden Nockenwellen, die Turboaufladung und ein revolutionäres Scavenging-Kontrollsystem zur Unterdrückung selbst kleiner Turbolöcher erheben den TBi 16V zum Hightech-Triebwerk.

Der 1750 Turbobenziner bildet im neuen 4C eine innovative Allianz mit dem Alfa TCT – das automatisierte Getriebe verfügt über zwei Trockenkupplungen, die in Sekundenbruchteilen für sportlichen Kraftschluss ohne Zugkraftunterbrechung sorgen. In punkto Gewicht und Schnelligkeit der Gangwechsel setzt das Alfa TCT Maßstäbe in seiner Klasse. Je nach Gusto können die Gänge auch sequentiell via Schaltwippen am Lenkrad gewechselt werden.

Eine dem 4C vorbehaltene Technikpremiere betrifft das per Schalter auf der Mittelkonsole individuell anwählbare Fahrdynamikprogramm Alfa D.N.A. Zu den bislang schon bekannten drei Modi – „Dynamic“, „Natural“ und „All Weather“ – kommt im neuen Sportwagen ein viertes Programm hinzu: „Race“. Damit lassen sich speziell auf abgesperrter Piste die Limits des Alfa Romeo 4C noch intensiver ausloten.

Seltene Perspektive: Blick von oben auf den neuen Alfa Romeo 4C. Foto: Alfa Romeo.
Seltene Perspektive: Blick von oben auf den neuen Alfa Romeo 4C. Foto: Alfa Romeo.

 

Während der Entwicklung des 4C führten Alfa Romeo und Maserati ihre großen Erfahrungen in der Entwicklung und Fertigung von Sportwagen eng zusammen. Das konzerninterne Teamwork zielte vor allem darauf ab, das Alfa Romeo Design- und Entwicklungsteam frühzeitig mit den Produktionsexperten von Maserati zu vernetzen. Auch diese Kooperation ist typisch für Alfa Romeo – eine Marke mit einer über 100jährigen Historie, die auch weiterhin einer der berühmtesten und beliebtesten Botschafter für weltweit vertriebene Qualitätsprodukte „made in Italy“ ist.“

Bleibt nur zu hoffen, dass Alfa beim Preis jetzt nicht so kalkuliert, als ob man mit einem Auto die finanziellen Defizite der letzten Jahr(zehnt)e ausgleichen müsste. Mit einem gerechtfertigten, selbstbewussten Auftritt ist in Anbetracht der formalen Pracht und technischen Schmankerl jedoch zu rechnen.

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