Die neue Mercedes S-Klasse wird besonders intelligent fahren

Die Zeit ist bald reif und Mercedes wird die neue S-Klasse vorstellen. Eine Vielzahl neuer Systeme wird zunächst bei diesem Fahrzeug das Autofahren komfortabler und sicherer machen. Sensoren und die Fusion verschiedener Sensoren führt bei Mercedes-Benz schon in wenigen Jahren zu einer neuen Dimension des Autofahrens: Komfort und Sicherheit verschmelzen miteinander. Für Autofahrer und Automobilentwickler eröffnen sich neue Perspektiven. Mercedes-Benz nennt dies „Intelligent Drive“.

Seit den frühesten Ursprüngen der Marke nimmt das jeweilige Spitzenmodell von Mercedes-Benz immer eine ganz besondere Rolle ein – in der automobilen Welt insgesamt. Eine S-Klasse setzt seit jeher technologische Maßstäbe und ist so Symbol und Vorbild. Vor zehn Jahren begann mit PRE-SAFE® eine neue Ära der Fahrzeugsicherheit: Erstmals konnte die Technik einen drohenden Unfall im Voraus erkennen und Fahrzeug und Passagiere auf eine mögliche Kollision vorbereiten. Aktive und passive Sicherheitstechnik arbeiteten erstmals synergetisch zusammen.

Die künftige S-Klasse, die nächstes Jahr ihre Premiere feiert, wird dieser Vorreiterrolle abermals gerecht, wie beispielhaft ein Ausblick auf ihre innovativen Sicherheits-, Assistenz- und Lichtsysteme beim TecDay „Intelligent Drive“ zeigt. „Intelligente Assistenzsysteme der Zukunft analysieren komplexe Situationen und erkennen dank verbesserter Umfeldsensorik Gefahrenpotenzial im Straßenverkehr noch besser als heute“, erläutert Prof. Dr. Thomas Weber, Daimler-Vorstand für Konzernforschung und Leiter Mercedes-Benz Cars Entwicklung. „Bildlich gesprochen: Die nächste S-Klasse hat nicht mehr nur vorne Augen, sondern einen 360-Grad-Rundumblick.“ Entscheidend ist die Vernetzung aller Systeme – „Sensor-Fusion“ nennen dies die Sicherheitsexperten. Mercedes-Benz baut die Leistungsfähigkeit der Assistenzsysteme ständig weiter aus. Ziel ist Rundumschutz nicht nur für die Insassen eines Mercedes-Benz Modells, sondern auch für alle anderen Partner im Straßenverkehr.

Das Potenzial der neuen Systeme, Unfälle zu vermeiden oder Unfallfolgen zu mindern, ist groß, so Weber: „Nehmen Sie als Beispiel das neue Assistenzsystem BAS PLUS mit Kreuzungs-Assistent. Nach den Berechnungen unserer Unfallforschung auf Basis der GIDAS-Daten (German In-Depth Accident Study) lassen sich damit 27 Prozent aller Kreuzungsunfälle mit Personenschaden vermindern oder vermeiden. In Deutschland entspricht das zirka 20.000 Unfällen pro Jahr.“

Hier ein Überblick über die neuen und in ihren Funktionen wesentlich erweiterten Assistenzsysteme:

Die DISTRONIC PLUS mit Lenk-Assistent entlastet den Fahrer bei der Spurführung und beherrscht automatisches Staufolgefahren.

Der Bremsassistent BAS PLUS mit Kreuzungs-Assistent kann erstmals auch Querverkehr und Fußgänger erkennen und die Bremsleistung des Fahrers verstärken.

Die PRE-SAFE® Bremse kann Fußgänger erkennen und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h die Kollision durch eine autonome Bremsung vermeiden.

PRE-SAFE® PLUS kann eine drohende Heckkollision erkennen. Dann löst das System PRE-SAFE® Insassenschutzmaßnahmen aus und kann das stehende Fahrzeug bei einer Heckkollision festbremsen. So können Sekundärunfälle vermieden werden.

Bei PRE-SAFE® Impuls bewegt der Sicherheitsgurt Fahrer und Beifahrer in einer frühen Crashphase noch vor dem Anstieg der aufprallbedingten Insassenverzögerung entgegen der Aufprallrichtung. Dadurch können das Verletzungsrisiko und die Verletzungsschwere bei Frontalcrashs erheblich reduziert werden.

Der Aktive Spurhalte-Assistent kann Gegenverkehr und eine belegte Nachbarspur erkennen und unbeabsichtigtes Spurverlassen durch einseitige Bremsung verhindern.

Der Adaptive Fernlicht-Assistent PLUS ermöglicht blendfreies Dauerfernlicht durch Ausblenden anderer Fahrzeuge im Fernlichtkegel.

Der Nachtsicht-Assistent PLUS kann bei Gefahr durch Fußgänger oder Tiere in unbeleuchteter Umgebung vor dem Fahrzeug durch automatische Umschaltung von Tachoanzeige auf ein brillantes Nachtsichtbild und Markierung der Gefahrenquellen warnen. Erkannte Fußgänger können darüber hinaus mit einer Spotlight Funktion angeblinkt werden.

ATTENTION ASSIST kann in einem erweiterten Geschwindigkeitsbereich vor Unaufmerksamkeit und Müdigkeit warnen, den Fahrer über seinen Ermüdungszustand und die Fahrtdauer seit der letzten Pause informieren und bietet eine einstellbare Empfindlichkeitsstufe.

Entwickelt und abgestimmt haben die Sicherheitsexperten von Mercedes-Benz die neuen Sicherheitssysteme auf unzähligen Testfahrten, haben Wirksamkeit und Akzeptanz aber auch mit Probandenversuchen im eigenen „Moving Base“-Simulator erprobt. Mit seiner 360°-Leinwand, dem schnellen elektrischen Antrieb sowie der zwölf Meter langen Schiene für Bewegungen in Quer- oder Längsrichtung gehört dieser zu den leistungsfähigsten Simulatoren in der Automobilindustrie.

Darüber hinaus baut Mercedes-Benz mit dem Aktiven Gurtschloss und dem Beltbag den Schutz für Fondpassagiere weiter aus – schon heute verfügen die Gurte in der zweiten Reihe, anders als bei vielen anderen Herstellern, über Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer.

Beim Licht wird die neue S-Klasse ebenso ihrer Vorreiterrolle gerecht. Als weltweit erstes Fahrzeug kommt sie serienmäßig ganz ohne Glühlampen aus. „Die lange Lebensdauer und die tageslichtähnliche Farbtemperatur der Scheinwerfer sprachen schon bisher für die LED-Technologie“, so Weber. „Aber jetzt ist unseren Ingenieuren ein Sprung bei der Energieeffizienz gelungen: Gegenüber konventionellen Scheinwerfern konnte der Stromverbrauch auf ein Viertel reduziert werden.“

Eine Weltpremiere stellt auch die so genannte Mehrpegelfunktionalität dar: Rücksichtsvoll gegenüber nachfolgenden Verkehrsteilnehmern wird das Bremslicht bei Nacht oder beim Warten an einer roten Ampel zurückgeregelt.

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