Gelungene Kombination: Porsche Panamera Sport Turismo

Porsche-Studie: Panamera Sport Turismo

Nein, sie konnten ihn nicht einfach Kombi oder Shooting Brake nennen: Porsche nennt die Konzeptstudie des Panamera daher Sport Turismo. Damit zeigt die Marke, wie faszinierend intelligente und effiziente Antriebstechnologie in der Designsprache von morgen aussehen kann. Der Sport Turismo verbindet die nächste Generation des Hybridantriebs mit neuen Ideen für ein evolutionäres, sportliches Karosseriekonzept, er kombiniert Porsche-Performance mit umfassender Alltagstauglichkeit.

Das Karosseriekonzept des Panamera Sport Turismo ist ein Ausblick auf einen möglichen Porsche-Sportwagen von morgen: Die Überhänge sind kurz, die Ladeklappe groß – eben sportlich und funktional. Die Studie verbindet die Abmessungen eines Oberklassefahrzeugs mit dem Innenraumkomfort der Luxusklasse. Der Sport Turismo ist 1.990 Millimeter breit, 1.401 Millimeter flach und 4.950 Millimeter lang. In die großen Lufteinlässe im Bugteil sind Blinker und Positionslichter in einer C-förmigen Leuchteneinheit integriert – so genannte C-Blades. Gemeinsam mit Vier-Punkt-LED-Scheinwerfern in innovativem Design prägen sie die Frontansicht der Studie.

Die glattflächig gespannte Außenhaut bleibt ungestört von Anbauteilen – es gibt keine konventionellen Außenspiegel. Stattdessen hat der Sport Turismo zwei Kameras in den seitlichen Luftauslässen, deren Bilder von Displays im Cockpit angezeigt werden. Das Heck ist völlig neu modelliert und trägt doch alle Merkmale eines Porsche. Die Heckleuchten in LED-Technik und das Heckleuchtenband mit dem „Porsche“-Schriftzug sind dreidimensional ausgeformt, das Bremslicht befindet sich zwischen den Vier-Punkt-LED-Heckleuchten. Den Dachabschluss bildet ein adaptiver Carbon-Heckspoiler, der für verbesserten Abtrieb sorgt.

Die neue Farbe liquidmetalblue verleiht der Konzeptstudie eine Oberfläche ähnlich flüssigem Metall und bringt ihre Konturen und Designlinien noch deutlicher hervor. Die Räder im Doppelspeichen-Design sind in Bi-Color-Optik ausgeführt, die Bremssättel in sogenanntem acidgreen. Der Zentralverschluss der Räder erinnert an die Herkunft eines jeden Porsche – den Motorsport. Auf das Antriebskonzept weisen die „e-hybrid“ Schriftzüge an den Seiten hin, während die Bezeichnung „Sport Turismo“ am Heck mit der Umrandung ebenfalls in acidgreen den Studien-Charakter betont. Das aus Aluminium gefräste Batteriegehäuse sitzt unter dem Kofferraumboden, der aus elektrochromatischem Glas besteht und auf Knopfdruck den Blick auf die in acidgreen illuminierte Energiequelle freigibt.

Die Antriebstechnologie des Panamera Sport Turismo vollzieht den nächsten Entwicklungsschritt hin zum Plug-in-Hybrid, symbolisiert durch den Schriftzug „e-hybrid“ an den vorderen Kotflügeln. Die neue Möglichkeit auch aus dem Stromnetz zu tanken ist verbunden mit noch leistungsfähigeren Komponenten. Das Konzeptfahrzeug mit 416 PS (306 kW) Spitzenleistung ist darauf ausgelegt, rein elektrisch bis zu 130 km/h schnell und über 30 Kilometer weit zu fahren. Auch nach NEFZ-Norm bleibt der Sport Turismo überzeugend sparsam: Der Verbrauch liegt unter 3,5 Liter auf 100 Kilometer, die CO2-Emissionen bei unter 82 g/km.

Der Antrieb des Panamera Sport Turismo ist eine Weiterentwicklung des Parallel-Vollhybrid, den Porsche in Panamera S Hybrid und Cayenne S Hybrid heute bereits einsetzt. Die neue Elektromaschine leistet mit rund 70 kW (95 PS) rund doppelt so viel wie im aktuellen Porsche-Hybridantrieb, der aufgeladene Dreiliter-V6-Motor bringt es unverändert auf 245 kW (333 PS). Ihr Zusammenspiel beschleunigt die Konzeptstudie in weniger als sechs Sekunden von null auf 100 km/h.

Das elektrische Powerpack des Sport Turismo e-hybrid besteht aus einer Lithium-Ionen-Batterie, deren Leistungsfähigkeit bei praktisch gleichen Abmessungen die derzeit in Serie eingesetzte Nickel-Metallhydrid-Batterie um ein Mehrfaches übersteigt: 9,4 Kilowattstunden Energieinhalt und eine entsprechend hohe Spitzenleistung ermöglichen schnellere Beschleunigung, größere elektrische Reichweite und höhere Geschwindigkeiten ohne Verbrennungsmotor.

Der voreingestellte Betriebsmodus des e-hybrid priorisiert das rein elektrische Fahren, was der Fahrer jedoch über eine spezielle Taste im Lenkrad deaktivieren kann. Außerdem hat er die Möglichkeit über die Lenkradtaste im Hybridbetrieb den e-Charge-Modus anzuwählen und damit gezielt den Ladestand der Hochvolt-Batterie zu erhöhen. Dies ist besonders nützlich, wenn auf eine Autobahnfahrt eine Stadtroute folgt, die rein elektrisch und ohne lokale Emissionen erfolgen soll. Durch die gezielte Lastpunktverschiebung im e-Charge-Modus lädt der Verbrennungsmotor nach energetisch sinnvollen Kriterien die Batterie.

Als Plug-in-Hybrid kann die fluidgekühlte Lithium-Ionen-Batterie nicht nur beim Fahren, sondern auch extern über die Ladeschnittstelle am Fahrzeug abhängig von der Stromversorgung innerhalb von 2,5 Stunden aufgeladen werden. Porsche hat das Plug-in-System für die Studie konsequent zu Ende gedacht und verwendet ein Universal-Ladegerät (AC), das in der heimischen Garage an die Wand montiert wird und über einen genormten Ladestecker verfügt.

Das Interieur des Sport Turismo ist eine vorausschauende Interpretation des puristischen Sportwagen-Gedankens: So wenig wie möglich, soviel wie nötig. Statt klassischer Instrumente hat der Fahrer ein großes zentrales TFT-Farb-Display vor Augen, über das er alle Informationen abrufen und sich nach Bedarf anzeigen lassen kann – vom Drehzahlmesser über Fahrinformationen bis hin zur Navigation. Links und rechts davon zeigen zwei Monitore die Bilder der Außenspiegelkameras an. Zwei zusätzliche Displays in Tubenform informieren zum Beispiel über hybridspezifische Fahrzustände, etwa das rein elektrische Fahren. Das Powermeter in der Instrumententafel leuchtet acidgreen und zeigt die Systemleistung der beiden Antriebe an.

Ein Druck auf das berührempfindliche Farbdisplay startet den e-hybrid. Natürlich auf der Seite, die für Porsche typisch ist: links. Für die weitere Bedienung ist das völlig neuartige Touchdisplay in der ansteigenden Mittelkonsole zuständig: Ausgeführt in Black-Panel-Technologie ist es das Regiepult für den e-hybrid und alle anderen Funktionen. Es bietet dem Fahrer die Möglichkeit, über Smart Keys den Hybridantrieb zu beeinflussen und so maximalen Fahrspaß, maximale Performance oder maximale Effizienz zu wählen. Per Multitouch-Funktion lassen sich auch alle Fahranzeigen und Steuerungsfunktionen intuitiv bedienen wie beispielsweise Klimaautomatik, Sitzeinstellung, Licht, Rückfahrkamera und die Funktionen des Porsche Communication Management (PCM).

Der Panamera Sport Turismo eröffnet dem Fahrer völlig neue Möglichkeiten der individuellen Kommunikation. Über mobile Online-Dienste kann er alle wichtigen Informationen über das Fahrzeug mit einer Smartphone-App abrufen und steuern. Die Ladekontrolle per Mobiltelefon zeigt jederzeit an, wie viel Strom die Batterie bereits gespeichert hat und wie lange der Ladevorgang gegebenenfalls noch dauert. Hinzu kommt der Ladetimer mit benutzerdefinierten Ladezeiten. Darüber hinaus kann das Fahrzeug auch per Mobiltelefon konditioniert werden, beispielsweise die Klimaanlage eingeschaltet und das Fahrzeug bereits vor der Fahrt mit Strom aus der Steckdose temperiert werden.

Technische Daten: Konzeptstudie Panamera Sport Turismo

Karosserie: Sport Turismo mit vier Einzelsitzen, vier Türen und Heckklappe.
Antrieb: Parallel-Vollhybrid; 3-Liter-V6-Motor, aufgeladen; Hybridmodul mit Elektromotor und Trennkupplung; Hinterachsantrieb. Leistung: 245kW (333 PS) V6-Motor ca. 70 kW (95 PS) Hybridmodul 306 kW (416 PS) (kombinierte Spitzenleistung)
Fahrwerk: Doppelquerlenker-Vorderachse; elektromechanische Servolenkung; Mehrlenker-Hinterachse.
Maße: Länge 4.950 mm Breite 1.990 mm Höhe 1.401 mm
Energieversorgung: Lithium-Ionen-Batterie mit 9,4 kWh Kapazität und stromnetzkompatiblem Plug-in-Ladesystem.
Fahrleistungen: Höchstgeschwindigkeit rein elektrisch circa 130 km/h Beschleunigung: 0 – 100 km/h < 6,0 s Verbrauch (NEFZ): gesamt < 3,5 l/100 km CO2-Emission: gesamt < 82 g/km Reichweite (NEFZ): rein elektrisch: > 30 km Ladezeit: bis zu 2,5 h

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