Bissig: neuer SRT Viper

Vor zwei Jahren erst endete die Bauzeit des von DaimlerChrysler unter dem Label SRT (Street and Racing Technology) entwickelten Viper SRT10. Es gab eine Roadster- und eine Coupé-Version, über 300 km/h schnell.

Von vorne bis hinten, von oben bis unten komplett neu ist der neue Supersportwagen SRT Viper, der jetzt in New York  präsentiert wurde. Er sieht dem Chrysler Viper verdammt ähnlich, aus gutem Grund. SRT ist der sportliche Hochleistungs- Ableger von Chrysler/ Dodge, die inzwischen zu Fiat gehören. Schon vor gut 20 Jahren faszinierte das Modell mit seinem riesigen Hubraum von über acht Litern, der sich auf zehn Zylinder aufteilte: 394 PS der europäischen Erstauflage waren eine Ansage. Zuletzt  durften es auch 506 oder gar 612 PS sein.

SRT Viper GTS (Foto: Chrysler)

Der neue SRT Viper greift das Styling der früheren Versionen nahtlos auf. Mit langer Haube, knackigem Hintern, kompakter Fahrgastzelle und kühnem Schwung überzeugt er und ist eigenständig. SRT achtete bei der Neuauflage darauf, das Gewicht niedrig zu halten, das Chassis steifer zu machen, dem Motor mehr Leistung mitzugeben, die Bremsen zu verbessern und aktuellste Elektronik einzubauen. 640 PS bei 6150 U/min entwickelt das 8,4 Liter große Zehnzylindertriebwerk nun. Die Erstversion hatte Lamborghini überarbeitet. An der Entwicklung der SRT Viper sollen Ferrari und Maserati mitgewirkt haben.

Ein enggestuftes Sechsganggetriebe überträgt die Kraft des Front-Mittelmotors an die Hinterräder. Das weltweit höchste Drehmoment aller  Sportwagen-Saugmotoren sorgt für mächtig Druck: 813 Newtonmeter schieben an. Die Gewichtsverteilung auf Vorder- und Hinterachse ist perfekt ausbalanciert, mit Feinschliff am Fahrwerk wurden die Fahreigenschaften verbessert – Erfahrung aus Renneinsätzen ist eingeflossen. Gemaßregelt werden kann die Kraft durch ein Stabilitätsprogramm, das vollständig abschaltbar ist.

Für perfekte Beschleunigungsmanöver kann der Fahrer am Lederlenkrad ein Launch-Controll-Programm aufrufen.  Die Verbindung zur Straße stellen Pirelli Corsa-Reifen her, die hinten in der Größe 335/30 ZR 19 und vorne 295/30 ZR 18 montiert sind. Bremsscheiben mit 355 Millimetern Durchmesser und Brembo-Vierkolben-Sättel sorgen für zupackende Bremsleistungen.

Auf einem Radstand  von 2510 Millimetern steht der neue Viper kompakter aussehend da. Motorhaube, Dach und Türgriffe sind aus Carbon gefertigt, die Türen aus Aluminium. Es gibt LED-Rücklichter und Bi-Xenon-Leuchten und LED-Tagfahrlichter an der Front. Mehr Platz bietet der verfeinerte Innenraum, der unter anderem mit handvernähtem Leder verwöhnt. Die Entwicklung der viel Seitenhalt versprechenden Sitze besorgte Spezialist Sabelt. Nicht nur die Sitze sind höhen- und längsverstellbar, sondern auch die Pedalerie kann justiert werden. Da sollte eine perfekte Position für Jedermann zu finden sein.

Auf dem aktuellsten Stand ist der SRT Viper zudem hinsichtlich des Infotainments. So gibt es erstmals einen 8,4 Zoll großen Touch-Screen-Monitor. Der Bordcomputer liefert dem Fahrer Informationen über Beschleunigungszeiten, Bremswege und Beschleunigungskräfte. Zudem ist ein „Track-Package“ lieferbar, das für eine noch bessere Ausgangsbasis des Viper sorgt, wenn er im Motorsport eingesetzt werden soll.

Ende 2012 soll der neue SRT Viper an amerikanische Händler ausgeliefert werden. Wann das Auto nach Europa kommt und über welche Vertriebskanäle ist noch nicht verkündet worden. Der Preis ist ebenfalls noch nicht bekannt, spielt aber angesichts der Faszination im Grunde auch keine Rolle.

 

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