14. Technischer Kongress des VDA

Kein Beta-Test für Automobile:

Der 14. Technische Kongress des Verbands der Automobilindustrie (VDA) tagte zu Fahrzeugsicherheit, Elektronik, Umwelt und Elektromobilität.

Sindelfingen – Die deutsche Automobilindustrie ist weltweit Vorreiter bei sicheren und zuverlässigen Autos mit sauberen und effizienten Antrieben,“ lautete die frohe Botschaft von VDA Präsident Matthias Wissmann zum Auftakt des 14. Technischen Kongresses des Verbandes der Automobilindustrie im Mercedes Event Center in Sindelfingen. Stolze 20 Prozent der im Jahr 2011 weltweit über 65 Millionen verkauften Pkw sind deutsche Marken. Rund 500 Besucher und 19 Aussteller diskutierten zwei Tage lang über Innovationen, Perspektiven und Herausforderungen der Mobilität.

Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA)

Schon längst ist die deutsche Automobilindustrie Europas Wachstumstreiber. Jetzt haben die deutschen Exporte gar die Billionengrenze geknackt. „Doch,“ wie Hausherr Dieter Zetsche gleich zu Anfang seiner Eröffnungsrede unmissverständlich zum Ausdruck brachte, „gute Ingenieure sind wichtiger als Finanzjongleure.“ Sie sind die Treiber der Wirtschaft mittels Innovationen und zukunftsträchtiger Technologien.

„Während die E-Mobilität nur langsam Fahrt aufnimmt, ist eine andere Revolution bereits mitten im Gange: die digitale Revolution,“ so der Daimler-Vorstand. Doch im Gegensatz zu Computerspielen gebe es beim Automobil keine Beta-Test-Phase, in der der Kunde durch konstruktives Feedback sozusagen mitentwickelt. Beim Automobil erwartet er ein fehlerfrei funktionierendes Endprodukt. In diesem spiele das „digital life“ eine immer herausragendere Rolle. Hundert Mitarbeiter hat man bei Daimler auserwählt, die neben ihren sonstigen Aufgaben die digitalen Themen von morgen vorantreiben sollen.

„Wir entwickeln uns vom Automobilhersteller zum Anbieter von Mobilität,“ konstatierte der Firmenchef. Für eine erfolgreiche digitale Revolution sind allerdings flächendeckende Standards zwingend. Die könne die Automobilindustrie nicht leisten. Ihre Aufgaben liegen in milliardenschweren Investitionen in Forschung und Entwicklung, um Deutschland nachhaltig zum Innovationstreiber zu machen. Denn, so Zetsche, „das einzige, was das Auto ablösen kann, ist das bessere Auto.“

Rösu

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