Toyota Rückruf weitet sich nun auch auf Peugeot und Citroën aus

Normalerweise schreiben wir im Motor-Journal nicht über Rückrufe, das macht unser Partnerportal Rueckrufe.net besser. Der Toyota Rückruf und die am Sonnabend bekannt gewordene Ausweitung auf den Citroën C1 und Peugeot 107 lässt uns jedoch eine Ausnahme machen. Toyota hatte am Freitagabends bekanntgegeben, dass der amerikanische Rückruf, der dort fast alle Modellreihen betrifft, nun auch in Europa angekommen ist. Geschätzte 1,8 Millionen Fahrzeuge der Baureihen AYGO, iQ, Yaris, Corolla, RAV4, Auris, Verso und Avensis werden in den nächsten Tagen zurückgerufen.

Der Toyota Rückruf weitet sich nun auch auf Peugeot und Citroen aus. Im Bild der betroffene Peugeot 107 aus tschechischer Produktion (foto: Peugeot)
Der Toyota Rückruf weitet sich nun auch auf Peugeot und Citroen aus. Im Bild der betroffene Peugeot 107 aus tschechischer Produktion (foto: Peugeot)

“Bei den betroffenen Fahrzeugen kann das Gaspedal in seltenen Fällen schwergängig werden oder nicht in der gewohnten Geschwindigkeit in die Ausgangsposition zurückkehren. In vereinzelten Fällen kann das Gaspedal in der betätigten Position verbleiben.

Dieses Phänomen tritt auf, da es zu Verschleißerscheinungen an dem betroffenen Bauteil kommen kann. Dieser fortschreitende Verschleiß kann in Verbindung mit verschiedenen äußeren Einflüssen zu einer erhöhten Reibung im Pedalmechanismus führen.

Im Ergebnis kann der Pedalmechanismus schwergängig werden oder nicht in der gewohnten Geschwindigkeit in die Ausgangsposition zurückkehren. In vereinzelten Fällen kann das Gaspedal in der betätigten Position verbleiben.”, so die Pressemitteilung von Toyota Deutschland.

In den USA sind bereits über 100 Unfälle passiert, bei denen 19 Menschen ums Leben kamen. Ganz so harmlos, wie es sich in der Pressemitteilung liest, scheint es dann doch nicht zu sei, auch wenn es nach Angaben von Toyota in Europa keine dokumentierten Unfälle gegeben haben soll.

Am Samstag wurde nun von PSA bekanntgegeben, dass auch unter 100.000 Kleinwagen der Marken Citroën und Peugeot zurückgerufen werden müssen, da diese im gleichen Werk wie der Toyota AYGO gefertigt werden und dort die gleichen Gaspedale verbaut wurden. Das Werk TPCA (Toyota Peugeot Citroen Automobile) werde, so die PSA-Sprecher,  von Toyota geführt und die Technik sei japanisch, sagte der PSA-Sprecher. Toyota lässt dort den Aygo fertigen, PSA baut den Peugeot 107 und den Citroën C1. Wie bei solchen Gemeinschaftswerken üblich, bestehen die Fahrzeuge bei allen nicht unmittelbar sichtbaren Komponenten aus gleichen Teilen. Darin liegt ein Kostenvorteil der gemeinsamen Produktion, der dann bei Problemen  auf alle Fahrzeuge durchschlägt.

Daran sieht man wieder, dass der Kauf europäischer Fahrzeuge nicht immer und unbedingt dann tatsächlich ein solcher Kauf ist, je nachdem, wer mit wem wo und wie zusammenarbeitet, kann man so auch einen “verkleideten Japaner” gekauft haben.

Gennauere Informationen und Fragen und Antworten zu dem aktuellen Toyota-Rückruf finden Sie hier und hier. Mehr zum Rückruf von Citroën und Peugeot finden Sie hier.

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