Sieht so die automobile Zukunft aus?

Autos gehören zum Leben junger Menschen wie die Disco am Wochenende. Sie sind Selbstdarstellung und sie helfen dabei, sich zu treffen und etwas zu unternehmen. Heute beeinflussen neue Kommunikationstechnologien die Art und Weise, wie die Jugend miteinander in Kontakt kommt. Davon ist auch das Auto unmittelbar betroffen. Vor diesem Hintergrund hat die Los Angeles Auto Show die Design-Studios der Region Südkalifornien dazu aufgerufen, ihre Vision zum Thema „Junge Mobilität im Jahr 2030“ (Youthmobile 2030) zu entwerfen: Was erwartet die neue Generation von Autofahrern, für die Mobiltelefone, Online-Communities und Webcams zum Alltag gehören, von ihrem Fahrzeug?

Die Design-Studios von Audi, GM, Honda, Mazda, Nissan und Toyota blicken 21 Jahre in die Zukunft. Mit Entwürfen, in denen sich mit menschlicher DNA Form, Farbe und Material des Fahrzeugs ändert – oder in denen sich Autos in Verkehrsnetzwerke einklinken, während beim Fahren gleichzeitig Musik getauscht oder Stundenpläne verglichen werden.

Die Design Challenge ist Teil der Konferenz Design Los Angeles, die zu einem festen Bestandteil der Los Angeles Auto Show geworden ist. Die Veranstaltung findet jedes Jahr während der Pressetage statt, diesmal vom 2. bis 3. Dezember 2009. Seit sechs Jahren treten bei der Design Challenge die großen Studios der Automobil-Industrie gegeneinander an. Sie präsentieren ihre Fähigkeiten und erforschen neue Wege im Automobil-Design. Design Los Angeles hat sich zum führenden Branchen-Treffpunkt und zur Diskussions-Plattform für Automobil-Design in der Region Südkalifornien entwickelt.

Die Jury der diesjährigen Design Challenge der Los Angeles Auto Show besteht aus: Tom Matano, Abteilung Industriedesign der Academy of Art University in San Francisco; Imre Molner, Dekan des Detroit College for Creative Studies; Stewart Reed, Leiter Transportation Design, Pasadena Art Center College of Design und Jason Hill, Präsident der Design-Firma Eleven LLC und Designer des Aptera Hybrid- bzw. Elektro-Autos.

„Auto-Designer haben sich schon immer mit den Wünschen der kommenden Fahrergenerationen auseinandergesetzt. Die Design Challenge der Los Angeles Auto Show ist eine gute Gelegenheit, diese Konzepte zu überdenken und mit neuesten Technologien die Frage nach den Bedürfnisse junger Fahrer im Kommunikationszeitalter zu beantworten“, sagt Chuck Pelly, Partner des Beratungsunternehmens The Design Academy, Inc. und Direktor der Konferenz Design Los Angeles.

Dies sind die Teilnehmer der diesjährigen Design Challenge unter dem Motto „Junge Mobilität im Jahr 2030“:

Volkswagen / Audi of America Design Center California:

Audi eOra und eSpira, Volkswagen/Audi of American Design Center California (Grafik: Audi)
Audi eOra und eSpira, Volkswagen/Audi of American Design Center California (Grafik: Audi)

Die beiden Audis eOra und eSpira verkörpern Freiheit und Erwachsenwerden. Der eOra bewegt sich äußerst präzise im Verkehr. Wie ein Skifahrer steuert der Fahrer über Bewegungen und Impulse das Auto. Mit modernsten Technologien der Fahrzeugsteuerung reagiert der eSpira auf geringste körperliche Veränderungen oder Gesten. Diese synchronisiert er mit dem Fahrzeug und erreicht so ein Höchstmaß an Agilität und Reaktionsvermögen.

General Motors Advanced Design:

GM Car Hero, General Motors Advanced Design
GM Car Hero, General Motors Advanced Design (Abb. General Motors)

Beim Cat Hero wird Fahren zum Spiel: Der Fahrer tritt gegen den Bordcomputer an. Nach dem Eingeben des Fahrziels in die Navigationsapplikation des Smart Phones kann man gegen das Auto antreten: Wer gewinnt die Oberhand über das System und kann sich dadurch in furiose Fahrszenarien einloggen?

Honda Research and Development, North America:

Honda Helix, Honda Research and Development, North America
Honda Helix, Honda Research and Development, North America (Abb.: Honda)

Der Honda Helix definiert aus dem menschlichen Genom die Individualität des Fahrers und setzt sie in Beziehung mit seinem Fahrzeug. Der Helix bettet menschliche DNA in anpassungsfähige Polymere ein, die Form, Farbe und Material des Autos verändern. Mittels dreiachsiger Bewegungen kann es sich an verschiedene Umgebungen und Verkehrssituationen anpassen und schnell darauf reagieren.

Mazda Research and Development, North America:

Mazda Souga, Mazda R & D of North America
Mazda Souga, Mazda R & D of North America

Der Mazda Souga ist der Inbegriff der privaten Markenbildung. Junge Unternehmer können mit „VMazda“ ganz individuelle Fahrzeuge kreieren. Die Virtual Reality Webseite bietet eine Spielwiese für eigene Designs mit Unterstützung durch einen virtuellen Mentor. So ist jedes Fahrzeug erschwinglich im Preis, umweltfreundlich und genau auf den Fahrer zugeschnitten.

Nissan Design America:

Nissan V2G, Nissan Design America
Nissan V2G, Nissan Design America

Der V2G von Nissan ist das umweltneutrale Auto für Berufspendler im Jahr 2030. Mit seiner Kombination aus dynamischem Design und hochwertiger Konstruktion stellt er das Topmodell unter den Elektro-Autos dar. Es lässt sich bequem den Bedürfnissen und Wünschen seines Besitzers anpassen.

Toyota’s Calty Design Research:

Toyota LINK, Toyota's Calty Design Research
Toyota LINK, Toyota's Calty Design Research

Der Toyota LINK ist ein flexibles Nahverkehrsmittel für Studenten, das sich nahtlos in eine Art soziales Verkehrsnetzwerk einklinkt. Mit der Download-Software „LINK SKINZ“ kann man das äußere Design des Fahrzeugs digital nach seinem Geschmack verändern. „LINK SPHERES“ sind Reifen aus elektrisch leitfähigem Material. Sie verwandeln Reibung in Energie und laden dadurch die Akkus neu auf.

Der Gewinner des Wettbewerbs wird am 3. Dezember auf der Los Angeles Autoshow vorgestellt, es bleibt also spannend.

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