Höchste Zeit für Winterreifen – Verknappung erwartet

Kalendarisch beginnt der Winter erst am 21. Dezember, genau um 13.42 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ). Doch Petrus hält sich bekanntlich nicht an den astronomischen Kalender – in diesem Jahr haben Eis und Schneefall in weiten Teilen Deutschland bereits Mitte Oktober den Straßenverkehr beeinträchtigt. Wer jetzt noch auf Sommerreifen unterwegs ist, gefährdet sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer. Das gilt im Übrigen ganz besonders auch für moderne Pkw, die mit elektronischen Fahrhilfen unterwegs sind.

Dieses Jahr droht durch die vielen Neuzulassungen aufgrund der Abwrackprämie der schnelle Ausverkauf von Winterreifen besonders in Dimensionen für Kleinwagen. Erste Händler berichten bereits von Lieferschwierigkeiten, da sich die Industrie nicht auf die zusätzliche Nachfrage eingestellt habe. Wer also mit Markenreifen durch den Winter fahren möchte, sollte sich beeilen.

Elektronische Fahrhilfen können ihre Wirkung auf winterlichen Fahrbahnen nur entfalten, wenn entsprechend hochwertige Winterreifen sie unterstützen.  Foto: djd/Continental
Elektronische Fahrhilfen können ihre Wirkung auf winterlichen Fahrbahnen nur entfalten, wenn entsprechend hochwertige Winterreifen sie unterstützen. Foto: djd/Continental

Reifen unterstützen die elektronischen Fahrassistenten

ABS, ASR und ESC, die das Fahren in modernen Autos komfortabler, einfacher und sicherer machen, sind nur so wirkungsvoll wie der Kontakt, den die Reifen zwischen Fahrzeug und Fahrbahn herstellen. Sommerreifen aber zeigen in der kalten Jahreszeit ihre Schwächen nicht erst bei Schnee und Eisglätte, sondern auch auf trockener Fahrbahn. Sinken die Temperaturen nämlich unter sieben Grad, wird die Gummimischung härter und der Grip verschlechtert sich. Gute Winterreifen dagegen bleiben selbst bei Minusgraden geschmeidig und flexibel und sind daher in jedem Fall die bessere Wahl. Neuartige 3-D-Lamellen, eine geänderte Seitenwandkonstruktion und besondere Polymermischungen in der Lauffläche führen dazu, dass speziell für Fahrassistenten entwickelte Reifen wie etwa der ContiWinterContact TS 830 die Eingriffe der elektronischen Helfer optimal auf die Fahrbahn übertragen können (mehr Informationen dazu unter www.conti-online.com). In den aktuellen Winterreifentests von ADAC und ÖAMTC landete der Reifen als “sehr empfehlenswert” auf dem ersten Platz. Die ADAC-Tester bewerten ihn als “sehr ausgewogenen Winterreifen mit Bestnoten auf Schnee und geringem Verschleiß”.

Vier Millimeter Mindestprofil

Neben der Reifenqualität spielt natürlich auch die noch vorhandene Profiltiefe eine Rolle. Nur 1,6 Millimeter Resttiefe schreibt der deutsche Gesetzgeber vor, in Österreich gelten dagegen Reifen mit weniger als vier Millimeter bereits nicht mehr als Winterreifen, sondern werden als Sommerreifen eingestuft. Zu Recht, denn unter dieser Grenze ist ein sicheres Vorwärtskommen und Bremsen auf winterlicher Straße nicht mehr gewährleistet. Besonders Vielfahrer sollten die Profiltiefe daher häufiger kontrollieren.

Reifen kaufen

Winterreifen kaufen immer mehr Autofahrer im Internet. Transparente Preise sorgen hier für interessante Angebote. Online-Marktplätze, wie zum Beispiel AZUBO, bündeln die Angebote vieler Reifenhändler und erlauben so, Markenreifen günstiger zu kaufen. Mit den zugeschickten Reifen geht man dann zur Werkstatt, Autohaus oder zum lokalen Reifenhändler und lässt die Reifen aufziehen. Von gebrauchten Reifen sollte man dagegen die Finger lassen, da man nie wissen kann, wie der Vorbesitzer die Reifen behandelt hat. Reifen sind das einzige Verbindungsglied zwischen Fahrzeug und Straße – deshalb gilt unser Rat: Kaufen Sie neue Markenreifen günstig, verzichten Sie auf unbekannte Marken und Gebrauchtreifen.

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