BMW Group plant Einsatz des MINI E in Großbritannien

bmwminiNach dem erfolgreichen Auftakt von Pilotprojekten zur Elektromobilität in USA und Deutschland ist der MINI E nun auch in Großbritannien zum Start bereit. Premierminster Gordon Brown begrüßte den MINI E im schottischen Glasgow.

Die BMW Group baut ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf dem Gebiet der elektrischen Mobilität weiter aus. Nach dem erfolgreichen Auftakt eines Pilotprojekts in den USA und dem unmittelbar bevorstehenden Einsatz auf den Straßen von Berlin und München ist der vollelektrisch betriebene MINI E jetzt auch in Großbritannien zum Start bereit.

Partnerschaft für nachhaltige Mobilität.

Die BMW Group beabsichtigt die Teilnahme an einem Forschungsprojekt der britischen Regierung zur Entwicklung einer öffentlichen Infrastruktur für elektrisch betriebene Fahrzeuge. Dies kündigte Ian Robertson, Mitglied des Vorstands der BMW AG, heute im Rahmen der Vorstellung des Forschungsprojekts im schottischen Glasgow in Anwesenheit des britischen Premiers Gordon Brown an. Auch Handelsminister Peter Mandelson und Verkehrsminister Geoff Hoon testeten im Rahmen einer Veranstaltung emissionsfreies Fahren im MINI E.

Ian Robertson, Mitglied des Vorstands der BMW AG für Vertrieb und Marketing präsentiert dem britischen Premierminister Gordon Brown den MINI E (Bild: BMW)

Ian Robertson, Mitglied des Vorstands der BMW AG für Vertrieb und Marketing präsentiert dem britischen Premierminister Gordon Brown den MINI E (Bild: BMW)

Die britische Regierung plant ein umfassendes Förderprogramm zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes im Straßenverkehr. Neben individuellen Zuschüssen zum Kauf von Elektrofahrzeugen ist vor allem die öffentliche Unterstützung beim Aufbau einer Versorgungsinfrastruktur vorgesehen. Das Forschungsprojekt des Technology Stategy Board (TSB) der Regierung sieht eine enge Kooperation zwischen Fahrzeugherstellern, Energieversorgern und öffentlichen Körperschaften vor. In einer derartigen Partnerschaft liegt auch nach Ansicht von Ian Robertson der Schlüssel für einen erfolgreichen Start in das Zeitalter der CO2-freien Mobilität. Er unterbreitete dem TSB konkrete Pläne für ein auf zwölf Monate ausgelegtes Testprogramm mit dem MINI E. Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts wird durch die Oxford Brookes University gesichert. Markentypischer Fahrspaß ganz ohne Emissionen soll auch im Heimatland des MINI möglich werden. Im Jubiläumsjahr der Marke – vor 50 Jahren begann die Produktion des classic Mini – würde damit erneut ein Meilenstein für zeitgemäße Mobilität gesetzt.

“Es gibt noch immer eine Vielzahl von Herausforderungen auf den Gebieten der Batterietechnik, der Energieerzeugung und der Versorgungsinfrastuktur”, erklärte Ian Robertson, “aber wir sind zuversichtlich, dass sich durch gemeinsame Aktivitäten im Bereich von Investitionen, technologischer Entwicklung und politischen Rahmenbedingungen maßgebliche Fortschritte erzielen lassen.

MINI E – Teil von project i.

Der Einsatz des MINI E im Alltagsverkehr ist Bestandteil eines Gesamtkonzepts der BMW Group, mit dem unter dem Namen project i die Entwicklung von innovativen Formen der Mobilität in großstädtischen Ballungsräumen vorangetrieben wird. Für das weltweit einzigartige Pilotprojekt in den USA und die beiden Gemeinschaftsprojekte in Deutschland wurden bereits rund 500 Exemplare des MINI E im MINI Werk Oxford und in München produziert. Ihre praxisnahe Erprobung durch ausgewählte private Nutzer liefert wichtige Erkenntnisse, die für die Entwicklung und den Bau künftiger Serienfahrzeuge mit elektrischem Antrieb genutzt werden können.

Der MINI E wird von einem Elektromotor mit einer Leistung von 150 kW/204 PS und einem maximalen Drehmoment von 220 Newtonmetern angetrieben. Der Motor überträgt seine Kraft nahezu lautlos und emissionsfrei über ein einstufiges Stirnradgetriebe an die Vorderräder. Für die Beschleunigung von null auf 100 km/h benötigt der MINI E nur 8,5 Sekunden, seine Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch auf 152 km/h begrenzt.

Die Antriebsenergie wird in modernen, speziell für den Einsatz im Automobil entwickelten Lithium-Ionen-Akkus gespeichert, die dem MINI E eine Reichweite von mehr als 250 Kilometern ermöglichen. Das Wiederaufladen der Energiespeicher ist an jeder konventionellen Netzstrom-Steckdose möglich. Den Teilnehmern am Pilotprojekt in den USA wird darüber hinaus eine so genannte Wallbox für die heimische Garage zur Verfügung gestellt, die mittels erhöhter Stromstärke ein vollständiges Wiederauffrischen der Akkukapazitäten innerhalb von nur zweieinhalb Stunden ermöglicht. Im Rahmen der Gemeinschaftsprojekte der BMW Group mit den Energieversorgern Vattenfall Europe in Berlin sowie E.ON in München können öffentlich zugängliche Ladesäulen genutzt werden, an denen der MINI E mit CO2-neutral erzeugtem Strom versorgt wird.

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