Saisonstart für Motorradfahrer: Tipps für Sicherheit und Erste Hilfe

Mit den ersten Sonnenstrahlen erwachen auch die Motorradfahrer wieder aus dem Winterschlaf – und das heißt für alle Verkehrsteilnehmer, besondere Vorsicht walten zu lassen. Die Autofahrer müssen sich erst wieder an die Anwesenheit von Motorrädern im Verkehrsgeschehen gewöhnen. Auch die Zweiradfahrer sollten behutsam in die neue Saison starten. Oft genügt ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, und schon ist es passiert: Allein in 2008 verunglückten in Deutschland rund 31.000 Motorradfahrer, davon 675 tödlich.

Fachsimpeln unter Zweiradfans: Der Spaß am Motorradfahren ist keine Frage des Alters.  Foto: djd/KarstadtQuelle Versicherungen
Fachsimpeln unter Zweiradfans: Der Spaß am Motorradfahren ist keine Frage des Alters. Foto: djd/KarstadtQuelle Versicherungen

Erst einmal wieder eingewöhnen

Bevor es auf die erste Frühlingsfahrt geht, sollten sich Motorradfahrer deshalb ein paar Eingewöhnungsstunden nehmen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Fahrlehrer etwa helfen gern, die eingerosteten Erfahrungen wieder lebendig werden zu lassen. Darüber hinaus veranstalten der ADAC und andere Verkehrsorganisationen Motorrad-Sicherheitstrainings. Wer solche Kosten scheut, kann auch in Eigenregie sein Gefühl für Gas und Gummi trainieren. Das beginnt bei der fürs Motorradfahren erforderlichen Wahrnehmung – etwa das Sehen bei Schräglage in Kurven, der Sicherheitsblick beim Abbiegen oder das Ausscheren aus der Fahrspur.

Zupackende Hilfe am Unfallort

Auch das beste Training wird nicht verhindern, dass es in der neuen Saison zu Unfällen mit Motorradfahrern kommt. Dazu Wolfgang Guenther, Pressereferent und Lehrrettungsassistent beim Malteser Hilfsdienst in Solingen: „Ist ein Motorrad- oder Rollerfahrer bewusstlos, so muss ihm der Helm abgenommen werden, denn nur so können die erforderlichen Sofortmaßnahmen – Seitenlage oder bei Atemstillstand Herz-Lungen-Wiederbelebung – ergriffen werden. Der Helm sollte nur von zwei Helfern gemeinsam abgenommen werden. Dazu kniet ein Helfer oberhalb des Kopfes und sorgt für die Streckung des Halses, indem er von oben mit beiden Händen Helm und Unterkiefer des Betroffenen umfasst. Der zweite Helfer kniet seitlich am Kopf und öffnet das Visier. Danach öffnet er den Helmverschluss und löst den Kinnriemen. Währenddessen muss der erste Helfer den Zug an Helm und Unterkiefer beibehalten. Nun übernimmt der zweite Helfer die Aufgabe der Streckung. Er stützt den Hals und den Hinterkopf von unten in Längsachse mit beiden gestreckten Händen parallel ab. Nun kann der erste Helfer den Schutzhelm abnehmen. Währenddessen behält der zweite Helfer die Streckung der Halswirbelsäule bei und verhindert, dass der Kopf nach hinten fällt.“

Nach einer aktuellen TNS Emnid-Umfrage bezeichnen immerhin 58 Prozent der Bundesbürger ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse als eher gut oder sogar sehr gut.  Foto: djd/KarstadtQuelle Versicherungen
Nach einer aktuellen TNS Emnid-Umfrage bezeichnen immerhin 58 Prozent der Bundesbürger ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse als eher gut oder sogar sehr gut. Foto: djd/KarstadtQuelle Versicherungen

Vorsorge für den Fall der Fälle

Motorradfahrer selbst sollten auch für den schlimmsten Fall Vorkehrungen treffen. Denn wenn sie als Hauptverdiener einer Familie sterben, droht den Hinterbliebenen neben der menschlichen Katastrophe auch eine finanzielle. Daher ist eine Risikolebensversicherung für jeden, der Verantwortung trägt, zu empfehlen. Sie zahlt, wenn der Versicherte stirbt. Jeder kann die Versicherungssumme und die Laufzeit nach Bedarf festlegen. Experten empfehlen, das Drei- bis Fünffache des Jahresnettoeinkommens als Todesfallsumme zu vereinbaren. Die Leistungen der verschiedenen Anbieter sind im Wesentlichen gleich. Besonders günstige Offerten haben Direktversicherer, die auf ein teures Vertriebsnetz verzichten.

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