Ford iosis Max Studie kombiniert Design mit innovativen Ideen

ford-logoFord enthüllt auf der diesjährigen Auto Mobil International (AMI) in Leipzig die dritte kinetic Design-Studie der aufsehenerregenden „iosis“-Familie. Der iosis MAX gewährt einen Ausblick auf die nächste Generation eines kompakten Multi-Activity-Vehicle (MAV). Zugleich vermittelt er aber auch einen Eindruck, welche Richtung Martin Smith – Design-Direktor Ford Europa – mit seinem Team bei der Gestaltung der künftigen C-Segment-Modellfamilie einschlagen könnte, die Kunden weltweit begeistern soll.

Mit seinem überzeugenden Karosserie- und Interieur-Design interpretiert der iosis MAX das für Ford bereits markentypische kinetic Design auf erfrischende Weise neu. Als dynamisch geprägter Kompakt-Van überzeugt er mit nochmals höherer Effizienz und Flexibilität. Neben ihrem dramatisch-spannenden Look stellt die Studie aber auch zahlreiche innovative Lösungen vor, die in der Praxis markante Vorteile und eine höhere Umweltverträglichkeit bieten.

Ford Iosis Max Studie (Foto: Ford)
Ford iosis Max Studie (Foto: Ford)
Ford iosis MAX (Foto: Ford)
Draufsicht Ford iosis MAX (Foto: Ford)
Ford iosis MAX (Foto: Ford)
Interessantes Türkonzept beim Ford iosis MAX (Foto: Ford)

Dies betrifft zum Beispiel das innovative Türenkonzept, den Einsatz gewichtsreduzierter Materialien, eine nochmals verbesserte Aerodynamik sowie die besonders verbrauchs- und abgasarme EcoBoost-Technologie für Benzinmotoren. Dank Turboaufladung stellen diese mit vergleichsweise kleinen Hubräumen ausgestatteten Aggregate ein bemerkenswertes Durchzugsvermögen bereit und sollen in Europa ab 2010 zur Verfügung stehen – dann auch in Kombination mit der hochmodernen, erst jüngst vorgestellten PowerShift-Automatik sowie einem innovativen Ford Auto-Start-Stop-System.

Ford iosis MAX (Foto: Ford)
Ford iosis MAX (Foto: Ford)
Leichtere Materialien im Ford iosis MAX (Foto: Ford)
Leichtere Materialien im Ford iosis MAX (Foto: Ford)

„Der iosis MAX stellt die nächste Entwicklungsstufe des kinetic Designs dar, bereitet zugleich aber auch einer ganzen Generation hochmoderner Benzinmotoren eine willkommene Präsentationsbühne – Hightech-Aggregate, die sich für unsere Kunden wie auch die Umwelt als besonders vorteilhaft erweisen“, erläutert Martin Smith, Executive Design Director Ford Europa. „Mit dieser Studie liefern wir den Beweis, dass auch ein kompakter Familien-Van mit einem emotionalen und dynamischen Auftritt glänzen kann, ohne deswegen praktische Nachteile oder eine verminderte Effizienz in Kauf nehmen zu müssen – so wie dies bereits der größere Ford S-MAX in einem höheren Segment vorlebt.“

„Auch wenn der iosis MAX nicht als Vorschau auf ein bestimmtes Großserienmodell der Zukunft verstanden werden sollte“, führt Smith weiter aus, „so zeigt er doch auf, wie sich das kinetic Design weiterentwickelt und mit überraschenden Resultaten auf alle Baureihen von Ford anwenden lässt.“

Ebenso faszinierende wie dynamische Formensprache

Das namensgebende Merkmal des Ford kinetic Design – das auch den iosis MAX kennzeichnet – ist der athletisch gespannte und von muskulös geformten Oberflächen geprägte Ausdruck von „Energie in Bewegung“. Die neue Studie verbindet diese Eigenschaft mit einer besonderen Leichtigkeit, die sich wohltuend von der kastenförmigen Gestaltung vieler anderer Fahrzeuge im kompakten MAV-Segment abhebt. Dabei profitiert sie vom großzügigen Einsatz von Glas. So reicht die flach geneigte Frontscheibe tief in das Dach hinein und endet erst kurz vor der Heckklappe. Dass sie dabei die Grundstruktur der Dachpartie teilweise freilegt, ist ein durchaus gewollter Effekt.

Wegweisendes Design für kompakte Familien- und Freizeitfahrzeuge

Hauptaufgabe für die Karosserie-Gestalter des iosis MAX: Mit den Elementen, die ihnen das Ford kinetic Design zur Verfügung stellt, sollten sie einen faszinierenden neuen Stil für den projektierten Kompakt-Vans finden.

„Wir waren von Beginn an davon überzeugt, dass wir mit unserer modernen Formensprache einen MAV in ein sportliches, dynamisches und begehrenswertes Fahrzeug verwandeln können“, betont Stefan Lamm, Leiter Exterieur-Design Ford Europa. „Der iosis MAX unterstreicht, wie richtig wir lagen. Er entwickelt die Kernelemente des kinetic Designs weiter und bringt sie auf ein neues Niveau. Das Ergebnis ist eine ebenso betörende wie innovative Karosserie, die auch noch mit ausgesprochener Funktionalität glänzt.“

Zu den Kernelementen der iosis MAX-Frontpartie zählt erneut der kraftvolle, in gespiegelter Trapezform modellierte Kühllufteinlass unterhalb der Bugschürze – längst ein typisches Design-Thema aller modernen Ford. Darin integriert, und das ist neu, sind drei horizontale Chromzierleisten. Sie verleihen dem Gesicht der Studie einen nochmals dynamischeren und entschlosseneren Ausdruck.

LED-Lampen für einen beeindruckenden Auftritt (Foto: Ford)
LED-Lampen für einen beeindruckenden Auftritt (Foto: Ford)

Den sportlichen Stil des Concept-cars betont auch die coupéhaft geformte Seitenansicht mit ihrer außergewöhnlichen Fensterlinie und den schnittigen C-Säulen im markanten „Schwibbogen“-Design, die sich auch durch ganz praktische Vorteile auszeichnen: Sie leiten den vorbeiströmenden Fahrtwind besonders nah an der Heckklappe vorbei. Dies reduziert unerwünschte Verwirbelungen und optimiert in Zusammenarbeit mit dem aufsehenerregend gestalteten, freischwebenden Dachspoiler die aerodynamische Effizienz der Studie.

Zu den bemerkenswerten Details des iosis MAX zählen aber auch attraktiv gestaltete Haupt- und Rückscheinwerfer, LED-Leuchten in den Seitenschwellern – die auch bei Dunkelheit den Ein- und Ausstiegsbereich sicher ausleuchten – und elegante 19-Zoll-Leichtmetallräder, die zugunsten geringeren Gewichts zweiteilig hergestellt werden.

Hochspannendes Interieur-Design

Die expressive Gestaltung der Karosserie spiegelt sich im luftig-hellen Interieur wider, das mit seinen komplexen Oberflächen und grafischen Formen die grundsätzlichen Themen des kinetic Designs konsequent fortführt. Zugleich profitiert das Gefühl besonderer Geräumigkeit vom Einsatz fortschrittlicher Materialien und innovativer Lösungen wie zum Beispiel der „fließenden“ Sitzkonstruktion.

„Der iosis MAX zeigt auf, dass auch bezahlbare Familienfahrzeuge mit einem ebenso hochattraktiven wie komfortablen und praktischen Interieur aufwarten können“, so Ernst Reim, Leitender Interieur-Designer Ford Europa. „Für seine Gestaltung haben wir uns von moderner Architektur inspirieren lassen, aber auch Ideen von Leichtbau-Technologien oder aus der Sportwelt adaptiert.“

Dynamische Linie, ausdrucksstarke Oberflächen und ein prinzipielles Gefühl der Leichtigkeit kennzeichnet die Fahrgastzelle. Das schlanke, aber muskulös geformte und sich bis in die Seiten erstreckende Instrumentenbrett übernimmt in diesem Zusammenhang eine Schlüsselfunktion. Wie ein Turner an den Ringen scheint es praktisch frei im Raum zu schweben – gehalten nur von spiralenförmigen Haltegriffen, die wie ein Luftwirbel in die Türverkleidungen übergehen.

Innovative Formen und Materialien prägen auch die Mittelkonsole. Sie entspringt dem Armaturenbrett wie ein ausgerolltes Band und erstreckt sich bis zu den Rücksitzen. Ihre sanfte Plexiglas-Oberfläche dient dabei als Touchscreen-Display, über das sich das Infotainment-System steuern lässt – so wie bei der jüngsten Generation moderner Mobiltelefone.

Der untere Bereich dieser Konsole wird von einer Art filigraner Brückenkonstruktion gehalten, die sich von der Spritzwand bis zum Gepäckabteil erstreckt. Sie dient auch als tragendes Element für die vier ansonsten frei im Raum schwebenden Sitze, die ihrerseits aus einer besonders leichten Karbon-Struktur mit integrierter Nylon-Netzbespannung bestehen. Vorteil: Den Passagieren bietet sich ein Sitzgefühl, als würden sie von Luft getragen. Der komplette Fahrzeug-Fußboden bleibt barrierefrei.

Warme Farbpalette mit leuchtenden Höhepunkten

Leuchtend warme Grautöne, die bestens mit der kraftvollen „Limelight“-Lackierung der Karosserie korrespondieren, bestimmen das Interieur des iosis MAX. Kleinere, in Gelb abgesetzte Details setzen gezielte Kontrapunkte und betonen auf diese Weise nochmals den dynamischen Charakter einzelner Konturen und grafischer Formen. Und der fantasievolle, gezielte Einsatz von Stoffen und Oberflächen verleiht vielen der technisch wirkenden Leichtbau-Materialien eine sensitiv angenehme, natürliche Haptik.

„Für den iosis MAX haben wir eine futuristischere Interpretation des kinetic Design-Konzepts ins Auge gefasst“, so Ruth Pauli, Chefdesignerin Farben und Materialien Ford Europa. „Dies konnten wir durch eine kreative Mischung aus besonders leichten Werkstoffen sowie hochwertigen Texturen und Farben erreichen. Durch diesen Kontrast und die sublime Anwendung von dreidimensionalen Effekten ist es uns gelungen, ein einzigartiges Ambiente zu schaffen.“

Das Beispiel für diesen Anspruch liefert die geometrisch gestaltete Oberfläche des straffen, von maskulinen Formen geprägten Instrumentenbretts. Durch das gezielte Dehnen und Verdrehen ihrer grafischen Elemente spiegelt sich dessen komplexe Gestalt besonders plastisch wider – und rückt auf diese Weise die Spannung des Designs in den Mittelpunkt.

Deutliche verbesserte Praxistauglichkeit dank ungewöhnlicher Lösungen

Der iosis MAX lotet aber auch innovative Lösung aus, die den täglichen Umgang mit einem kompakten Familien-Van der Zukunft maßgeblich erleichtern können. Sie wurden entwickelt von einem Team unter der Leitung von Patrick Verhée, Design Innovation und Show-Car-Manager Ford Europa. Es kümmerte sich insbesondere um eine verbesserte Praktikabilität und scheute dafür auch vor radikalen Maßnahmen nicht zurück. So überzeugt die Studie etwa mit einer neu konzipierten Heckklappe, die durch ihre zweigeteilte Form auch in engen Parklücken oder niedrigen Parkhäusern das Beladen des Gepäckabteils spürbar einfacher gestaltet.

Dem gleichen Zweck dient der Verzicht auf eine konventionelle B-Säule. Er wird ermöglicht durch die unkonventionelle Befestigung der hinteren Türen an der C-Säule. Vorteil: Werden beide Türen geöffnet, ergibt sich – ähnlich wie bei einer doppelflügeligen Schiebetüre – ein barrierefreier Zugang zum Innenraum. So können sperrige Gegenstände wie zum Beispiel Möbel aus dem Selbstbaumarkt problemlos unter die freischwebenden Sitze geschoben werden.

Ebenfalls neu: eine spezielle Kinematik für die Motorhaube mit Doppelfunktion. Sie beinhaltet ein aktives System, das Fußgänger bei einer Kollision vor Verletzungen schützt, in Kombination mit einem leichteren Zugang zum Maschinenraum.

Abgasarme und sparsame, aber dennoch dynamische neue Antriebs-Technologie

Einen Blick in die nahe Zukunft gewährt der iosis MAX auch mit seinem innovativen Antrieb: einem 1,6 Liter großen und 132 kW (180 PS) starken Benziner aus der neuen EcoBoost-Motorenfamilie von Ford, die ab Anfang 2010 in die europäische Modellpalette der Marke Einzug halten wird. EcoBoost vereint die Vorteile moderner Turboaufladung mit besonders effizienter Direkteinspritzungs-Technologie und senkt den Kraftstoffverbrauch sowie die Abgasemissionen nochmals um bis zu 20 Prozent, ohne sich nachteilig auf die Fahrdynamik auszuwirken.

Die bemerkenswerte Effizienz dieses Vierventilers profitiert zusätzlich von einem neuen Ford Auto-Start-Stop-System inklusive intelligenter Lichtmaschine und dem fortschrittlichen Ford PowerShift-Doppelkupplungsgetriebe, das die Gänge ohne die Unterbrechung der Zugkraft wechselt. Erste Testsimulationen versprechen eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes auf nur noch 125 g/km.

Hinzu kommen zahlreiche weitere Detailverbesserungen, die in der Summe ihrer Auswirkungen ebenfalls einen wichtigen Beitrag für die Umweltverträglichkeit des iosis MAX leisten. Hierzu gehören zum Beispiel der umfassende Einsatz gewichtsreduzierender Materialien oder die Verbesserung der Aerodynamik – von der im Windkanal weiter optimierten Silhouette über die einzigartig geformten hinteren Dachsäulen, dem weiterentwickelten Design des Heckflügels und dem hinteren Stoßfänger mit Diffusor-Funktion bis hin zu rollwiderstandsreduzierten Reifen und aktiven Kühllufteinlässen, die sich bei Nichtgebrauch verschließen.

„Wir sind extrem gespannt auf die Reaktion, die unsere Studie iosis MAX auslöst“, so John Fleming, Chairman und CEO Ford Europa. „Das Design-Team hat sich enorm engagiert, um in dieses Concept-car die vielen neuen Ideen, Technik-Features und Materialien zu integrieren, die in neuen Modellen von Ford schon bald ihren Weg in die Serie finden können. Dieses Ausstellungsstück kündigt zugleich eine neue Familie besonders umweltgerechter Ford EcoBoost-Motoren an. Sie basieren auf der gleichen Technologie, die bereits in einigen unserer nordamerikanischen Modelle positiv für Aufsehen sorgen.“

„In den kommenden 18 Monaten werden wir unsere europäische Produktpalette um einige faszinierende neue Modelle ergänzen, die auf preiswerte Weise die Umwelt noch deutlicher entlasten“, ergänzt Fleming. „Wenn wir sagen ,Feel the Difference‘, dann wissen unsere Kunden genau, was wir damit meinen!“

1.3 Die Geschichte der iosis-Concept-cars

Die erste Studie aus der iosis-Familie sorgte im September 2005 auf der IAA in Frankfurt für Aufsehen. Sie legte aus heutiger Sicht den Grundstein für die umfassend modernisierte Gestaltungs-Philosophie der Marke: Das dynamisch-emotionale Ford kinetic Design kennzeichnet seither die neuen und überaus erfolgreichen Modelle von Ford Europa. Zugleich gestattete der iosis – eine kraftvoll gezeichnete 4-türige Limousine mit coupéhaftem Profil – einen ersten Ausblick auf den neuen Ford Mondeo, der 2007 auf den Markt kam.

Nur ein Jahr später, auf dem Automobilsalon von Paris 2006, überraschte Ford mit dem sportlichen iosis X concept. Dieser 5-türige Crossover führte exemplarisch vor, wie perfekt sich das kinetic Design auf unterschiedliche Nischenmodelle anwenden lässt. Auch in diesem Fall ließ die nahe Zukunft grüßen: Der iosis X concept bereitete den Weg für den Ford Kuga, mit dem Ford seit 2008 das für die Marke völlig neue Segment der kompakten „Sports Utility Vehicle“ (SUV) erobert – und dabei erfreulich viele neue Kunden für das Blaue Oval begeistern kann.

Als dritte Studie in diesem Bunde feierte im März 2009 der iosis MAX auf dem Genfer Automobil Salon seine Weltpremiere. Diese Studie, die in enger Zusammenarbeit mit dem Turiner Karosserie-Spezialisten Coggiola entstanden ist, läutet die nächste Evolutions-Stufe des Ford kinetic Design ein. Sie zeigt auf, wie sich Ford einen kompakten Familien-Van der Zukunft vorstellen kann. Sie darf aber auch als Indikator für die Formensprache verstanden werden, die das Unternehmen für die bevorstehende Generation der neuen, dann für den Weltmarkt konzipierten Modelle im C-Segment anwenden könnte.

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