Audi kürt Sieger der Tool Trophy 2008

audi_logo1Mit der Audi Tool Trophy zeichnete das Ingolstädter Automobilunternehmen, insbesondere der Audi Werkzeugbau, am Freitag erstmals besondere studentische Leistungen im Werkzeug- und Anlagenbau aus. Technikbegeisterte Studenten konkurrierten mit ihren Einsendungen in den Bereichen Presswerkzeuge, Karosseriebauanlagen sowie Optimierung des Gesamtprozesses Karosserie miteinander. Acht Bewerber freuten sich nun über die Preisgelder von 1.000 und 2.500 Euro.

Die herausragende Qualität der eingereichten Arbeiten hat uns beeindruckt“, sagte Frank Dreves, Vorstand Produktion der AUDI AG. „Gepunktet haben die Studenten vor allem durch Kreativität und praxisnahe Anwendungsmöglichkeiten“, erklärte Dreves die Bewertungskriterien. Für ihn stellen die Einsendungen die große technische Begeisterung der Studenten unter Beweis. In einer feierlichen Preisverleihung prämierte der Audi Produktionsvorstand am Freitag die beiden besten Arbeiten in den Kategorien Presswerkzeuge, Karosseriebauanlagen und Gesamtprozess Karosseriebau.

Bewertet wurden die Vorschläge hinsichtlich der technischen Kreativität, der Realisierungsnähe, des Fortschritts gegenüber dem Stand der Technik und der wissenschaftlichen Qualität. Die Beurteilung der Bewerbungen erfolgte außerdem unter dem Aspekt der ganzheitlichen Betrachtung, die alle Schritte vom Erkennen eines Innovationsbedarfs über die innovative Idee mit den erforderlichen Grundlagen bis zu den Ansätzen der Produktentwicklung enthält.

Stefan Reischl, Sieger in der Kategorie „Innovative Lösungen im Bereich Presswerkzeuge“ freute sich über das große Interesse an den Ergebnissen seiner Arbeit mit dem Titel „Untersuchungen zur stochastischen Umformsimulation“. Im Rahmen seiner Diplomarbeit hat Reischl eine Simulationsmethodik entwickelt, die eine Berücksichtigung von Material- und Prozess-Streuungen in der Planungsphase von Ziehwerkzeugen ermöglicht. Dadurch ergibt sich ein Zeitvorteil bei der Werkzeugherstellung. In mehreren Pilotprojekten sowohl im Werkzeugbau bei Audi in Ingolstadt als auch im Volkswagen Werkzeugbau in Wolfsburg wurden diese Ergebnisse von Reischl überprüft.

„Wir haben die Audi Tool Trophy ins Leben gerufen, um jungen Menschen eine Plattform zu geben, ihre Ideen zum Thema Presswerkzeug- und Karosseriebau einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, sagte Hubert Waltl, Leiter Audi Werkzeugbau.

Im Rahmen der Audi Tool Trophy fördert Audi Innovationen im Herstellungsprozess von Presswerkzeugen und Karosseriebauanlagen sowie von Neuheiten im Rahmen der Gesamtprozesskette Karosserie. Der Preis identifiziert und fördert wissenschaftliche und technische Innovationen für wirtschaftliche und industrielle Anwendungen.
Die 2008 erstmals ausgetragene Audi Tool Trophy ist einer von vielen Bausteinen der Nachwuchsförderung beim Ingolstädter Automobilbauer, die unter anderem Exkursionen für Schüler und Studenten, die Möglichkeit von Praktika und Abschlussarbeiten bis hin zu verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten wie dem Internationalen Traineeprogramm umfasst. „Das überdurchschnittlich hohe Niveau des Wettbewerbs zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, den technischen Nachwuchs frühzeitig zu sichern“, sagte Dr. Alfred Quenzler, Leiter Personalmarketing bei der AUDI AG. „Die Audi Tool Trophy bietet eine optimale Möglichkeit des gegenseitigen Kennenlernens. Durch den Wettbewerb profitieren die Studenten und Audi gleichermaßen – eine Win-win-Situation.“

Die Einstiegs- und Qualifizierungsprogramme der AUDI AG im Überblick

Berufsausbildung bei Audi

Die AUDI AG bildet an den beiden deutschen Standorten mehr als 20 Ausbildungsberufe aus. 2008 gingen in Ingolstadt und Neckarsulm insgesamt 682 Auszubildende an den Start. 2009 wird die Zahl der Ausbildungsplätze nochmals um 40 erhöht. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit der dualen Ausbildung: Die Teilnehmer erwerben parallel zur Ausbildung die Fachhochschulreife.

Duales Studium

(StEP & Studium an der BA/Dualen Hochschule Baden-Württemberg) Teilnehmer des StEP-Programms erleben eine sinnvolle Verzahnung von Theorie und Praxis, die beste Perspektiven für eine Karriere bei Audi eröffnet und innerhalb von fünf Jahren zu zwei voll qualifizierten Abschlüssen führt: dem Bachelor of Engineering und der IHK-Prüfung als (Kfz-)Mechatroniker.

Auch das Studium an der Berufsakademie/Dualen Hochschule Baden-Württemberg am Standort Neckarsulm, in dem die Teilnehmer innerhalb von drei Jahren einen international akkreditierten Bachelor-Abschluss erwerben, verbindet Theorie und Praxis sinnvoll. Durch Audi als Lernort in der Praxis und die Berufsakademie/Duale Hochschule Baden-Württemberg als Lernort für die Theorie werden den Teilnehmern umfassende Erfahrungen vermittelt.

Praktika

Ob technische Entwicklung, Produktion, Werkzeugbau, Qualitätssicherung, Einkauf, Kundendienst, Marketing/Vertrieb, ob Finanzen und Organisation oder Personalwesen – Studenten können ihr Praktikum bei Audi grundsätzlich in jedem Geschäftsbereich absolvieren. Sie sollten dazu acht Wochen bis zu sechs Monate Zeit mitbringen. Praktikanten sind bei Audi vom ersten Tag an voll in die Arbeitsabläufe integriert und wirken an konkreten Projekten mit. Darüber hinaus bietet Audi ein buntes Rahmenprogramm mit einer Einführungsveranstaltung, einer Werksführung sowie Vortragsreihen.

First Job Experience Programm

Für Hochschulabsolventen, die ihr Studium mit guten Noten abgeschlossen haben, bisher jedoch noch keine Zeit oder keine Möglichkeit hatten, Praxiserfahrung zu sammeln, bietet Audi die Chance, sich bei angemessener Vergütung sechs bis zwölf Monate beruflich zu orientieren und eine Zusatzqualifikation zu erlangen.

Internationales Traineeprogramm

Im Rahmen eines zwölfmonatigen Qualifizierungsprogramms lernen Trainees über unterschiedliche Projekte wichtige Schnittstellen innerhalb und außerhalb der AUDI AG kennen. Während der zwölf Monate werden eigenverantwortlich drei bis vier Projekte in unterschiedlichen Projektbereichen bearbeitet. Ein Projekt davon befindet sich im Zielbereich, mindestens ein weiteres an einem internationalen Standort des Volkswagen-Konzerns.

Direkteinstieg

Direkteinsteiger übernehmen sofort Projekte in dem geplanten Aufgabenbereich. Zusammen mit einem Paten aus dem Fachbereich wird ein individueller Einarbeitungsplan erstellt, der die wichtigsten Kontakte im Unternehmen vermittelt.

Entwicklungsprogramm für Akademiker

Das Entwicklungsprogramm für Hochschulabsolventen und Young Professionals richtet sich gezielt an Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftler. Während des individuell zugeschnittenen Programms arbeiten die Teilnehmer zunächst ein bis zwei Jahre in ihrem Zielbereich. Anschließend werden sie für zwei Jahre in Schnittstellenfunktionen zur fachlichen Vertiefung entlang der Prozesskette eingesetzt. Nach ca. 48 Monaten haben sie sich zu Experten mit bereichsübergreifendem Wissen entwickelt, um in ihrem Zielbereich verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen. Maßgeschneiderte Weiterbildungsmaßnahmen on- und off-the-job begleiten dieses Programm.

Promotion

Hochschulabsolventen haben bei Audi gleich zwei Möglichkeiten einer Promotion: entweder als Mitarbeiter der AUDI AG oder durch die Bearbeitung von Audi Projekten im Rahmen der Audi Wissenschaftskooperation. Das Promotions-Programm bei Audi wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Heute promovieren rund 130 Wissenschaftler beim Ingolstädter Automobilunternehmen.

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