Supersportwagen und Hybrid-Limousine

ford-logoVon der dank Hybrid-Antrieb sparsamsten Mittelklasse- Limousine der USA bis hin zum stärksten Shelby-Mustang aller Zeiten: Ford präsentiert auf der diesjährigen North American International Auto Show (NAIAS, 11. bis 13. Januar) ein breites Spektrum hochmoderner, zukunftsgerichteter neuer Fahrzeuge und Technologien. Zu den besonderen Stars im Cobo Center von Detroit zählt dabei der serienreife Ford Fusion Hybrid, der im Frühjahr in den USA auf den Markt kommt und in seinem Segment neue Maßstäbe setzt. Zeitgleich unterstreicht der Shelby GT500 des Modelljahres 2010 die spezielle Faszination, die das Automobil auch weiterhin ausübt. Weitere interessante Modellneuheiten – darunter eine aufsehenerregende Studie – enthüllt Ford erst im Rahmen der Pressekonferenz, die am 12. Januar stattfindet.

Shelby-Mustang GT500 – Krönung der amerikanischen Sportwagen-Dynastie

Als spektakulärer Blickfang auf dem Messestand von Ford dient die jüngste Shelby GT500-Version des legendären Mustang. Der von den Ingenieuren des Special Vehicle Team (SVT) – anerkannte Experten für Hochleistungsfahrzeuge – überarbeitete Klassiker schöpft nach erfolgreicher Kraftkur 540 statt 510 PS aus den 5,4 Litern Hubraum seines V8- Motors. Der per Roots-Kompressor aufgeladene Vierventiler basiert auf dem Aggregat des in limitierter Auflage hergestellten und längst ausverkauften Supersportwagens Ford GT40 und wuchtet ein geradezu brachial anmutendes Drehmoment von 692 Newtonmetern auf seine geschmiedete Kurbelwelle. Zugleich konnte der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch des als Coupé und auch als Cabriolet erhältlichen Shelby-Mustang dank aufwändiger Detailmodifikationen spürbar reduziert werden.

Der neue Ford Shelby GT500
Der neue Ford Shelby Mustang GT500 (Foto: Ford)

So widmeten die SVT-Experten speziell den Atemwegen des heckgetriebenen Kraftsportlers große Aufmerksamkeit und verbesserten die Sauerstoffzufuhr für den Motor. Dies führte zu einer neu gestalteten Frontschürze mit einer üppiger dimensionierten unteren Kühleröffnung sowie einem oberen Kühlergrill, den geradezu charakteristische Design-Änderungen kennzeichnen: Um den größeren und in seiner Form optimierten Luftsammler perfekt anzuströmen, wurden die Nebelscheinwerfer unter die Hauptscheinwerfer versetzt.
Selbst das typische „Cobra“-Emblem – eine Reminiszenz an die legendäre Shelby-AC Cobra 427 von 1965 – musste zur Seite rücken, um die Luftführung nicht zu behindern.
Parallel dazu erhielt das Modelljahr 2010 des Ford Shelby GT500 auch eine überarbeitete Aluminium-Motorhaube mit markanter Lüftungsöffnung. Sie leitet die Wärme aus dem Kraftraum gezielt ab und dient so als Garant für einen ausgeglichenen Thermik-Haushalt.

Des weiteren erhielt die neue Topversion der Mustang-Baureihe eine verstärkte Zweischeiben-Kupplung sowie ein modifiziertes Schaltgetriebe, dessen fünfter und sechster Gang im Sinne reduzierter Drehzahlen etwas länger übersetzt wird.

Die besondere Faszination dieses Modells basiert nicht zuletzt auf der imposanten Soundkulisse seines V8-Motors, die durch einen patentierten Klang-Resonator zwischen dem fortan konischen Luftfilter und der Drosselklappe eine nochmals aufregendere Komposition erhielt. Straffer abgestimmte Federn und Dämpfer reduzieren überflüssige Karosseriebewegungen. Im Zusammenspiel mit neu entwickelten Highperformance-Pneus von Goodyear im 19-Zoll-Format (Cabriolet: 18 Zoll) sorgen sie für ein nochmals ausgewogeneres Fahrverhalten. Auch die knackigeren Abstimmungen für Lenkung und Schaltung, Pedalkräfte und -gefühl erfüllen die Anforderung an einen Supersportwagen.

Rein optisch lässt sich der Ford Shelby GT500 leicht an der modifizierten Frontpartie identifizieren, die auch aus aerodynamischer Sicht mit Vorteilen aufwartet – zum Beispiel durch erhöhten Abtrieb an der Vorderachse bei kaum erhöhtem Luftwiderstand. Der Heckspoiler erfüllt dank spezieller „Gurney“-Lippe einen ähnlichen Zweck am hinteren Karosserie-Ende.

Einen besonderen Eindruck von Qualität und Wertigkeit vermittelt das Interieur des extrasportlichen Mustang, der insbesondere auf dem Einsatz „echter“ Materialien wie Leder für alle Sitze, Alcantara als Bezugsstoff für das Lenkrad oder speziell behandeltes Aluminium als Cockpit-Verkleidung basiert. Das klassische Doppelstreifen-Thema ziert nicht nur die Karosserie des Coupés und erstmals auch des Cabriolets, sondern auch die Sportsitze und sogar den kugelförmigen Schalthebelkopf. Dieser wird – eine weitere Hommage an die legendären Shelby-Mustangs vergangener Jahrzehnte – selbstverständlich in weiß ausgeführt.

Sparsam und umweltgerecht auf neuen Niveau – serienreifer Ford Fusion Hybrid

Der neue Ford Fusion Hybrid (Foto: Ford)
Der neue Ford Fusion Hybrid (Foto: Ford)

Den Aufbruch in eine besonders umweltgerechte Zukunft markiert der neue Ford Fusion Hybrid, der bereits im Frühjahr 2009 auf den nordamerikanischen Markt kommt. Das von einer Kombination aus Elektromotor und 2,5-Liter-Benziner angetriebene Modell setzt in seinem Segment völlig neue Maßstäbe: Mit einem innerstädtischen Durchschnittsverbrauch von lediglich 5,7 Liter/100 km (41 US-Meilen pro Gallone Treibstoff) sowie 6,5 Liter/100 km (36 mpg) im Autobahnbetrieb steht der Fusion Hybrid offiziell als sparsamste Mittelklasse-Limousine der Vereinigten Staaten fest. Dies ermöglicht dem über 4,80 Meter langen Viertürer eine Tankreichweite von über 1.120 Kilometer.

Zugleich punktet der mit besonders leichten und kleinen Nickel-Metallhydrid- Akkumulatoren (NiMH) ausgerüstete Fusion Hybrid speziell im reinen Elektrobetrieb mit klar überlegenen Fahreigenschaften wie zum Beispiel einer möglichen Höchstgeschwindigkeit von bis zu 76 km/h (47 mph). Vorteil: Anders als bei Konkurrenzfabrikaten eignet sich der Strom-Modus dieses Ford nicht nur für das Mitschwimmen im reinen Stadtverkehr, sondern kann auch im Überlandverkehr gewinnbringend eingesetzt werden.

Der Fusion Hybrid, den Ford bereits im November auf der Los Angeles Auto Show erstmals der Öffentlichkeit präsentiert hat, profitiert von einer Vielzahl technischer Innovationen. So weisen die NiMH-Speicher im Vergleich zu bisher von Ford eingesetzten Systemen eine um 20 Prozent höhere Leistungsfähigkeit auf. Dank ihrer optimierten chemischen Bestandteile können sie zudem mit höherer Arbeitstemperatur als zuvor betrieben werden. Für ihre Kühlung kommt die Luft des Innenraums zum Einsatz. Ihre Energie beziehen die Akkus durch das regenerativ funktionierende Bremssystem, das mit einer Effizienz von 96 Prozent arbeitet. Oder mit anderen Worten: Nur noch sechs Prozent der Verzögerungswirkung resultiert aus konventioneller Reibungskraft. Abseits des Elektro-Antriebs vertraut der Ford Fusion Hybrid auf einen Vierzylinder-Benziner mit 2,5 Liter Hubraum, der 155 PS sowie ein maximales Drehmoment von 184 Newtonmetern entwickelt. Dank seiner nochmals verbesserten variablen Einlassnockenwellen-Verstellung und der optimierten Drosselklappen-Steuerung ermöglicht der Otto-Motor besonders sanfte Übergänge in den Strom-Modus und umgekehrt. Die Kraftübertragung übernimmt eine stufenlose, elektronisch geregelte Automatik.

Der besondere Ideenreichtum der Ingenieure von Ford spiegelt sich darüber hinaus in interessanten Details wider – so zum Beispiel der „EcoGuide“-Funktion. Sie besteht aus zwei Flüssigkristall-Farbanzeigen links und rechts des Tachometers, die über wichtige Parameter des Hybrid-Antriebs wie zum Beispiel die Ladesituation der Batterien, Durchschnitts- oder Momentanverbrauch informieren. Alternativ besitzt dieses System aber auch eine „Tutorial“-Option, in der es die Fahrerin beziehungsweise den Fahrer zu besonders umweltgerechter – sprich: verbrauchs- und abgasarmer – Fortbewegung anleitet. Als besonderer Anreiz werden Erfolge dabei auch grafisch umgesetzt: in Form von Weinreben, deren Blätter im Display desto üppiger sprießen, je sparsamer der Ford Fusion Hybrid gefahren wird.

1 Trackbacks & Pingbacks

  1. Ford setzt Neuheitenreigen in Detroit mit den Modellen Taurus und Lincoln MKT fort | Motor-Journal

Kommentar verfassen