Comeback für das Skorpion-Logo: ABARTH setzt Sporttradition fort

Abarth ist wieder da: Hier im Bild der Grande Punto Abarth (Foto: Abarth)

Das internationale Comeback der Marke ABARTH nimmt unaufhaltsam Fahrt auf. Nach der Einweihung der neuen Firmenzentrale an historischer Stelle im Turiner Vorort Mirafiori wurde jetzt das Angebot um den 500 Abarth  erweitert, der mit 99 kW/135 PS einen neuen Maßstab im Subkompakt-Segment setzt. Das ABARTH Modellprogramm umfasst außerdem den Grande Punto Abarth (114 kW/155 PS, siehe Text „PM_GrandePunto_Abarth.doc“) und den mit 132 kW/180 PS extrem sportlichen Grande Punto Abarth esseesse (italienische Abkürzung für Super Sport). Eine zukünftige Erweiterung beispielsweise um eine von Markenpräsident Luca de Meo angekündigte esseesse-Version des 500 Abarth (rund 118 kW/160 PS) ist fest eingeplant.

Abarth ist wieder da: Hier im Bild der Grande Punto Abarth (Foto: Abarth)
Abarth ist wieder da: Hier im Bild der Grande Punto Abarth (Foto: Abarth)

Mit dem aktuellen Modellprogramm knüpft die Marke nahtlos an die von Carlo Abarth begründete Historie an. Der geborene Wiener, der 1938 nach Italien übersiedelte und seinen Vornamen von Karl in Carlo änderte, war auf den Bau kleinvolumiger Sportwagen auf Basis von Fiat Serienfahrzeugen spezialisiert. Bis zum Verkauf seiner Firma 1971 an Fiat baute Carlo Abarth – auf dessen Sternzeichen sich das Skorpion-Logo bezieht – über 200 verschiedene Modelle. Sie alle verband die tiefe Leidenschaft eines Selfmade-Ingenieurs für sportliche Fahrzeuge.

Und viele davon wurden im Rennsport eingesetzt. Mit tiefgreifend getunten Varianten von Fiat 500, Fiat 600 und Fiat 850 boten Privatfahrer den arrivierten Rennställen bei Tourenwagen-Rennen die Stirn. Gegen die großen Hersteller traten die Abarth Werkspiloten in komplett selbst konstruierten Fahrzeugen in den Prototypen-Kategorien an. Insgesamt mehr als 7.300 Siege erzielte Abarth zwischen 1956 und 1971 weltweit.

Aber auch im normalen Straßenverkehr erfreute sich der Name Abarth schnell eines ausgezeichneten Rufs. Die von ihm entwickelten Sportauspuffanlagen, schon von weitem an den verchromten Endrohren und dem unverwechselbaren Sound zu erkennen, fanden reißenden Absatz (1962 rund 257.000 Stück) und waren die Vorboten einer gerade erst entstehenden Tuningbranche. Der Abarth Skorpion verkörperte den Stachel der Unterschätzten. Beim Prestigeduell an der Kreuzung ebenso wie beim Renneinsatz auf dem Nürburgring.

Das Comeback der Marke ABARTH beruht auf den drei Geschäftsfeldern Business, Engineering & Manufacturing und Racing. In den Bereich Business Operations fallen die Entwicklung und der Vertrieb von kompletten Fahrzeugen sowie von Komponenten für Leistungssteigerung und Karosseriestyling. Zu den Aktivitäten zählen außerdem die Organisation der Vertriebsstruktur, das Lizenzwesen und die Entwicklung von Merchandising-Artikeln. Engineering & Manufacturing umfasst Entwicklung, Vertrieb und Service von Fahrzeugkomponenten für den Einsatz im Motorsport.

Racing Operations schließlich ist für die ABARTH Werksmannschaft sowie für die Unterstützung von Kundenteams in verschiedenen internationalen Rallye-Meisterschaften verantwortlich. Und das mit großem Erfolg – weltweit sind momentan rund 40 Exemplare des Grande Punto Abarth Super 2000 im Einsatz. Die speziell für den Rallyesport entwickelte Version verfügt u. a. über einen Zweiliter-Saugmotor mit rund 205 kW/280 PS und Allradantrieb. Dank des Grande Punto Abarth Super 2000 wurde die stattliche Trophäensammlung im neuen ABARTH Hauptquartier u. a. um Titel in der Rallye-Europameisterschaft und in der Intercontinental Rally Challenge (IRC) erweitert.

2008 werden die Farben von ABARTH in der IRC unter anderem vom jungen Finnen Anton Alén vertreten, dessen berühmter Vater Markku in den 70er Jahren zu den besten Rallyepiloten der Welt zählte und der mit dem Fiat 124 Spider Abarth und dem Fiat 131 Abarth die Sporthistorie des Namens ABARTH um zahlreiche Erfolgskapitel bereicherte. Racing Operations ist auch für die Konzeptionierung möglicher Markenpokal-Rennserien mit ABARTH Fahrzeugen zuständig. Einen ersten Eindruck vom Potenzial der Marke vermittelt der 147 kW/190 PS starke 500 Abarth Assetto Corse (siehe Pressetext „PM_500_Abarth_Assetto_Corse.doc“), der in limitierter Auflage von nur 49 Exemplaren für den Einsatz auf der Rennstrecke produziert wird.

500 Abarth und Grande Punto Abarth sind die automobilen Eckpfeiler für die Renaissance einer ambitionierten Marke. Einer Kultmarke, die in der Vergangenheit zu den Siegern zählte und dies in Zukunft erneut anstrebt. Unter dem Logo des Skorpions entsteht dazu eine eigenständige Markenwelt, die getragen wird von den Emotionen, die der Name ABARTH noch immer in den Herzen der Sportwagenfans weckt.

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